Heurigenkultur
So soll es in Döbling wieder aufwärts gehen

Beim Heurigen-Gipfel: Martin Kierlinger, Peter Wolff, Manfred Taschner, Thomas Huber, Matthias Kierlinger und Daniel Resch (v.l.).
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  • Beim Heurigen-Gipfel: Martin Kierlinger, Peter Wolff, Manfred Taschner, Thomas Huber, Matthias Kierlinger und Daniel Resch (v.l.).
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Mit gemeinsamen Werbeaktivitäten sollen die Döblinger Heurigen wieder mehr in Schwung kommen.

DÖBLING. Mit 43 Betrieben ist der 19. Bezirk das Aushängeschild für die Heurigenkultur in Wien. In der gesamten Stadt sind es rund 100 Unternehmen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat der Döblinger Bezirkschef Daniel Resch (ÖVP) zum Heurigen-Gipfel ins Amtshaus geladen. Die Vertreter der Weinbauvereine sowie zwei Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer diskutierten mit Resch und seinem Stellvertreter Robert Wutzl (ÖVP) und schmiedeten erste gemeinsame Ideen.

"Wir brauchen verstärkt Werbung für unsere Betriebe. Ich würde eine gebrandete Straßenbahn, eine sogenannte Heurigenlinie, gut finden", sagt Heurigenbesitzer Michael Eischer. Bereits beim nächsten Besprechungstermin werden auch die Wiener Linien dazu eingeladen und der Vorschlag gemeinsam erläutert.

Thema Bauordnung

Ein großes Problem sind auch die Themen Ortsbildschutz und Bauordnung. Alleine in Grinzing stehen 88 Häuser unter Denkmalschutz. "Es kann nicht sein, dass ein Heurigenbetrieb verkauft wird und dann eine Art Gondelstation entsteht. Bei heiklen Bauverhandlungen schauen wir besonders genau hin", so Bezirksvize Robert Wutzl.

Ein Thema war auch die Grundverkehrskommission, die es in allen Bundesländern – außer in Wien – gibt. Diese Vorgabe besagt, dass im Falle eines Verkaufs eines landwirtschaftlichen Betriebs zuerst der Nachbar als Kaufinteressent gefragt werden muss. "Diese Regelung sollte auch in Wien eingeführt werden", meint Michael Eischer.

Werbung im eigenen Bezirk

Mehr Akzeptanz für die Heurigen soll auch im eigenen Bezirk erzeugt werden. Viele Besucher kommen aus anderen Bezirken nach Döbling oder sind klassische Touristen aus dem In- und Ausland. "Nur ein Prozent der Gäste in den Döblinger Heurigen kommen auch aus dem 19. Bezirk. Da ist noch Luft nach oben", sagt Manfred Taschner vom Weinbauverein Sievering.

Jugend anlocken

Vor allem bei der Jugend soll der Heurige wieder ein Thema werden. Gute Werbung dafür macht der Neustifter Kirtag, der mehr als 100.000 Besucher in den Bezirk lockt. "Jugendliche kommen schon, aber leider noch zu wenig. Da müssen wir ansetzen", sagt Heurigenbesitzer Peter Wolff. "Für diese Zielgruppe sollten wir uns eine eigene gemeinsame Werbekampagne überlegen", so Resch.

Nach dem 1. Heurigen-Gipfel ist vor dem zweiten. "Diese Einrichtung sollten wir unbedingt beibehalten. Die Heurigenkultur ist ein wichtiger Teil des 19. Bezirks und muss unbedingt erhalten bleiben", erklärt der Döblinger Bezirkschef.

Autor:

Thomas Netopilik aus Alsergrund

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