Unter den Fans herrscht Sorge: Droht dem Stadion Hohe Warte das Aus?

DÖBLING. Droht neben der Insolvenz nun auch noch die Schließung des Stadions Hohe Warte? Das war eines der Hauptgesprächsthemen unter Vienna-Fans beim Derby zwischen dem Wiener Sportklub und dem First Vienna FC am 1. Mai.

Auch auf den Tribünen wurde das Thema sichtbar. Sportklub-Fans zeigten ein Transparent mit der Forderung: "Vereine sind keine Spekulationsobjekte", während der Vienna-Anhang die Forderung "IG zahl Dach, sonst gibt’s Krach" auf ein Transparent geschrieben hatte. Mit letzterem wurde auf den immer noch gesperrten Heimsektor auf der Hohen Warte hingewiesen. In der Halbzeitpause befeuerte Vizepräsident und Vienna-Geschäftsführer Gerhard Krisch die Gerüchte zusätzlich mit einer Aussage während eines Interviews, wonach sich die Situation für den Verein aufgrund finanzieller Forderungen ehemaliger Funktionäre zusätzlich verschärft habe. "Man will die Hohe Warte verbauen und die Vienna in die Pleite treiben", war eine am Spieltag oft gehörte Vermutung.

Eigentümerin des Stadions Hohe Warte ist die Stadt Wien. Diese hat das Stadion an die IG Immobilien verpachtet. Gegenüber der bz dementiert man etwaige Verbauungspläne: "Im Gegenteil wollen wir, dass die Vienna dort weiter Fußball spielt."

Gesetzlicher Schutz

Auch Harald Lang vom Sportamt der Stadt Wien hält eine Verbauung und Schließung des Stadions für unrealistisch. "Das wird durch das Wiener Sportstättenschutzgesetz verhindert. Es müsste entweder gleichwertiger Ersatz in zwei Kilometern Nähe geschaffen werden oder der Wiener Fußballverband müsste der Schließung zustimmen."

Letzteres sei nur möglich, wenn es keinen Bedarf für die Sportstätte mehr gebe. "Dafür müsste die Anlage über Jahre brachliegen", so Lang. "Uns hat noch nie ein Verband bestätigt, dass er eine Sportanlage auflassen möchte." Lang hofft außerdem auf eine baldige Sanierung des beschädigten Stadiondachs. "Dazu müssen uns die Pächter aber ein Konzept vorlegen." Wann dieses vorliege, könne er aber nicht sagen.
Beim Wiener Fußballverband sieht man keinen Handlungsbedarf. "Jeder Verein ist selbst dafür verantwortlich, welchen Platz er bespielen möchte", so ein Sprecher. "Wir können den Vereinen nichts vorschreiben."

Zur Sache:

Um die Finanznot zu lindern, hat die Vereinsführung der Vienna einen Crowdfunder ins Leben gerufen. Unter dem Motto "Unkonkursbar – seit 1894" sollen 35.000 Euro auf einer Onlineplattform gesammelt werden. Alle Infos dazu hier

Hintergrund:

Bericht:Neues Buch über die Geschichte der Vienna

Autor:

Christian Bunke aus Wieden

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