Caritas in Döbling
Viel Liebe und Respekt im Haus Damaris

Der Frauenraum im Haus Damaris. Die Porträts der Frauen wurden von einer kolumbianischen Künstlerin, die ebenfalls im Haus Damaris wohnt, gemalt.
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  • Der Frauenraum im Haus Damaris. Die Porträts der Frauen wurden von einer kolumbianischen Künstlerin, die ebenfalls im Haus Damaris wohnt, gemalt.
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Im Haus Damaris leben Menschen aus vielen Ländern, bis ihre Asylverfahren abgeschlossen sind.

DÖBLING. „Früher war das Haus Damaris eine Druckerei. Heute leben rund hundert geflüchtete Menschen hier, während sie auf das Ende ihres Asylverfahrens warten“, erklärt Philippa Wotke, Leiterin der Grundversorgungseinrichtung der Caritas in der Bachofengasse 8.

Die Bewohner des Hauses stammen aus Ländern wie Afghanistan, dem Irak, dem Iran, Nigeria, Tschetschenien oder China. Die frühere Druckerei wurde in Wohneinheiten unterteilt, in denen die Familien leben, aber auch alleinstehende Frauen und Männer: „Familien haben bei uns zwei Zimmer zu je 20 Quadratmetern. Küche, Dusche und Toilette teilen sich aber jeweils 20 Personen“, erklärt Wotke beim Rundgang durch das dreistöckige Haus. Asylwerber dürfen nicht erwerbstätig sein – wie ist der Tagesablauf im Haus Damaris? „Wir kümmern uns gemeinsam um die Instandhaltung. Frauen mit Kindern kümmern sich um die Versorgung ihrer Familien, da wird viel gekocht und geputzt.“ Vor der Coronakrise standen täglich Deutschkurse auf dem Programm, „heute hat sich das auf Online-Deutschkurse verlagert. Die Kinder sitzen oft vor dem Laptop beim Homeschooling.“

Der Frauenraum im Haus Damaris. Die Porträts der Frauen wurden von einer kolumbianischen Künstlerin, die ebenfalls im Haus Damaris wohnt, gemalt.
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Ein gutes Miteinander

Das Haus Damaris wurde von der Caritas während der großen Flüchtlingswelle 2015 eröffnet. Was ist für die Leiterin das Besondere? „Die Menschen haben unterschiedliche Hintergründe. Aber obwohl viele schon seit fünf Jahren auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten und hier in engen Wohnverhältnissen gemeinsam leben, gehen alle äußerst liebevoll und respektvoll miteinander um“, sagt Wotke, „egal aus welchem Land sie stammen. Dafür bin ich jeden Tag aufs Neue sehr stolz und dankbar.“

Der Frauenraum im Haus Damaris. Die Porträts der Frauen wurden von einer kolumbianischen Künstlerin, die ebenfalls im Haus Damaris wohnt, gemalt.
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Vor zwei Jahren hat sie ein Erlebnis besonders geprägt: „Ein Mann kam zu uns und erzählte, dass er ein Abgesandter jener Familie sei, der die Druckerei früher gehörte.“ Die jüdische Familie musste in den 1930er-Jahren nach Australien emigrieren. „Der Mann erzählte, dass die Familie ihrerseits einst in Wien Besuch von einem Australier bekam, der meinte, dass sie sich bei ihm melden sollte, wenn sie einmal nach Australien kommen würde“, so Wotke. „Nach der Emigration meldete sich die Familie tatsächlich bei ihm. Daraufhin half er ihr, in Australien Fuß zu fassen. Weil die Familie also selbst Fluchthintergrund hat, hat es sie ganz besonders gefreut, zu sehen, welchen Zweck das Haus Damaris heute erfüllt.“

Welche Spenden besonders gebraucht werden? „Geschirr, Bettwäsche, aber auch Fahrscheine“, sagt Wotke. Aufgrund der epidemiologisch angespannten Situation bittet die Caritas aktuell, von Sachspenden aber eher abzusehen und die Obdachlosenhilfe stattdessen mit einer Geldspende auf das normale Caritas-Konto zu unterstützen:
Kennwort ‚Haus Damaris‘, IBAN: AT47 2011 1890 8900 0000

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