Online-Umfrage
Sichere Schulwege im Fokus

Verkehrssprecherin Bettina Emmerling (l.) und Bezirksobfrau Angelika Pipal-Leixner (r.) präsentieren die Umfrage-Ergebnisse.
  • Verkehrssprecherin Bettina Emmerling (l.) und Bezirksobfrau Angelika Pipal-Leixner (r.) präsentieren die Umfrage-Ergebnisse.
  • Foto: Neos Döbling
  • hochgeladen von Lisa Kiesenhofer

Eine Online-Umfrage der Neos zeigt: Schulwege in Döbling sind nicht sicher. Im Bezirk sieht man das anders.

DÖBLING. Dass die Sicherheit von Kindern ein wichtiges Thema ist, darüber ist man sich in der Politik einig. Die Neos haben das als Anlass genommen, um eine Online-Umfrage zu starten. Von Mai bis Juli 2018 wurden 234 Eltern bezüglich der Verkehrssituation rund um Schulen im Bezirk und möglichen Sicherheitsmaßnahmen befragt. Nun sind die Ergebnisse da.

Probleme selbstgemacht

Die Umfrage zeigt: Rund 40 Prozent der Kinder würden mit dem Auto in die Schule gebracht. Lediglich 12 Prozent kämen selbstständig. Mehr als zwei Drittel der Befragten sehen Gefahren am Schulweg ihrer Kinder, was zum Teil auf den starken Verkehr zurückzuführen ist.

"Es ist ein Teufelskreis in dem sich die Eltern befinden: sie fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder, gleichzeitig verursachen sie noch mehr Gefahren für sie," so die Neos Wien Verkehrssprecherin Bettina Emmerling. Konkrete Forderungen, wie die Situation verbessert werden könnte, gibt es bereits.

Konkrete Forderungen

Etwa bei der Volksschule Mannagettagasse gibt es konkrete Maßnahmen, die für die befragten Eltern wünschenswert sind. Die Mannagettagasse könne morgens zu Schulbeginn und Nachmittags zu Schulende gesperrt werden. Weiters ist der Ruf nach mehr 30er-Zonen sowie Fußübergängen laut.

Zudem brauche es eine "Kiss & Go"-Zone an der Ecke Himmelstraße/Mannagettagasse. "Wichtig wären außerdem mehr Verkehrskontrollen vor Schulen und bei Schutzwegen", so Angelika Pipal-Leixner, Obfrau der Neos Döbling.

Studie nicht repräsentativ?

Alle Forderungen werden bei der Bezirksvertretungssitzung am 13. Dezember debattiert. Bezirksvorsteher Daniel Resch von der ÖVP zeigt sich diesbezüglich diskussionsbereit. Jedoch zweifelt er die Aussagekraft der Umfrage an. Eine Studie des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) zeige, dass in Wien lediglich 14 Prozent der Sechs- bis Vierzehnjährigen mit dem Auto zur Schule gebracht werden. "Würden die 40 Prozent stimmen, stünden vor Wiens Schulen täglich tausende Autos", erläutert Resch.

Weiters merkt er an, dass laut der VCÖ-Studie in Wien vier von zehn Kindern zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Auch wenn Resch sich "Kiss & Go"-Zonen gut vorstellen kann: Grundsätzlich sieht er die Sicherheit von Schülern in Döbling wenig gefährdet. "An und für sich gibt es genug Schutzwege, Tempolimits und breite Gehsteige", so der Bezirksvorsteher.

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