Basketball
Döblings Ponys reiten ein

Farbe bekennen: Die Döbling Ponys beziehen auch abseits des Spielfelds Farbe. Engagement gehört zu ihrer Identität.
  • Farbe bekennen: Die Döbling Ponys beziehen auch abseits des Spielfelds Farbe. Engagement gehört zu ihrer Identität.
  • Foto: Verena Maurer
  • hochgeladen von Christian Bunke

Bei den Basketballerinnen der Sportunion Döbling wird Engagement groß geschrieben.

DÖBLING. "Ponypower" steht auf ihren T-Shirts. "Döbling Ponys" ist der selbstgewählte Spitzname der Basketballerinnen der Sport-union Döbling. Sie galoppieren durch die Wiener Landesliga. Derzeit stehen sie auf dem dritten Tabellenplatz.

Die Spielerinnen bei den Ponys sind alle Amateure. "Das ist unser Hobby, wir spielen aus Spaß", sagt Basketballerin Lisa Mäntler. "Manche von uns nehmen es lockerer, andere ernster. Wobei: Gewinnen wollen wir schon."

Jeder ist willkommen

Es ist ein Spannungsfeld, in dem sich die Ponys bewegen. "Bei uns kann jede kommen und trainieren", so Spielerin Katrin Oberhöller. "Aber ein paar Grundkenntnisse sollten schon vorhanden sein. Sonst macht es einfach keinen Spaß. Andererseits gibt es bei uns Spielerinnen auf den unterschiedlichsten Niveaustufen." Am wichtigsten seien aber Herzblut und Zusammenhalt.

"Uns ist wichtig, dass die Personen als Menschen zu uns passen. So haben sich auch abseits des Spiels viele Freundschaften gefunden." Da verwundert es wenig, dass die Vereinsaktivitäten inzwischen über den Sport hinausgehen.

"Es haben sich Splittergruppen gegründet wie die Pony-Kulturgruppe, die Theater- oder Musicalbesuche organisiert", erzählt Mäntler. Auch die Herkunft der Spielerinnen ist bei den Ponys egal. "Eine unserer Spielerinnen war Asylsuchende. Wir haben sie sehr herzlich bei uns aufgenommen."

Basketball für Vielfalt 

Die Ideale der Döbling Ponys spiegeln sich auch in der Kampagne "Basketball für Vielfalt" wider. Sie ist vereinsübergreifend, wurde aber von den Ponys mit initiiert. "Sport ist immer auch gesellschaftspolitisch", meint Lisa Mäntler. "Die Initiative möchte gegen Diskriminierung in unserem Sport vorgehen, solidarisch mit anderen sein und Sensibilität stärken." Auf von der Initiative produzierten Stickers heißt es: "Gemeinsam gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie."

Wie in anderen Sportarten auch, gibt es im Basketball noch immer strukturelle Probleme und Ungleichheiten. "Profifrauen verdienen oft weniger als Männer. In den USA gibt es erst seit relativ kurzer Zeit eine Profiliga für Frauen. Es gibt noch einigen Nachholbedarf."

In diesem Sinne möchten die Ponys auch einen Appell an alle Mädchen richten, die sich gerne an den Basketballkörben der städtischen Wiener Parks versuchen wollen: "Als junge Frau muss man sich dort manchmal beweisen, die Käfige sind sehr männlich dominiert", so Katrin Oberhöller. "Wenn man sich traut, wird man in der Regel schnell akzeptiert." Also ran an die Basketball-Körbe.

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