09.10.2017, 13:55 Uhr

Details zum Döblinger Parkpickerl sind weiter ausstehend

Für das Cottageviertel - die vorgeschlagenen Grenzen sind hier im Bild - für das Pantzerviertel und Heiligenstadt könnten Grätzellösungen kommen. (Foto: Grafik: Scherzer, Plan: APA)

Ja, nein, vielleicht. Die Döblinger Debatte rund ums Parkpickerl geht in die nächste Runde.

DÖBLING. Wenn schon kein flächendeckendes Parkpickerl in Döbling, dann wenigstens eine Pickerllösung für das Cottage, das Pantzerviertel und Heiligenstadt. Das ist die Meinung von Juraj Necpal, der dafür im September zahlreiche Unterschriften sammelte. Am 28. September kam das Thema zum wiederholten Mal in der Bezirksvertretung zur Sprache.
Zur Erinnerung: Nach einer Anrainerbefragung wurde in Döbling im Gegensatz zum Nachbarbezirk Währing kein Parkpickerl eingeführt. Seitdem sehen sich Döblinger Anrainer wie Juraj Necpal mit dem wachsenden Problem der "Pickerl-Flüchtlinge" konfrontiert. "Sogar in Reiseführern steht, dass man hier gratis parken kann", sagte er der bz.

Rot-grüne Bezirksinitiative

Mit insgesamt drei verschiedenen Anträgen haben die Döblinger Grünen sowie die SPÖ den Ansatz Necpals aufgegriffen. Darin wird die MA 46 zur Einführung einer Parkraumbewirtschaftung in den oben genannten Grätzeln aufgefordert.

Zwar sei die Parkraumbewirtschaftung in ganz Döbling knapp abgelehnt worden, in Teilen Döblings habe es aber sehr wohl eine Mehrheit für das Parkpickerl gegeben. Nach Diskussionen mit FPÖ und ÖVP sei dies nun ein Kompromissvorschlag. Dieser geschehe "schweren Herzens", da damit "auf die sachlich richtige Einführung der Parkraumbewirtschaftung in ganz Döbling" verzichtet werde.

Das es so wie bisher nicht weitergehen kann, darüber herrschte auf der Bezirksratssitzung fraktionsübergreifende Einigkeit. Die drei rot/grünen Anträge direkt zu beschließen, das traute man sich dann aber doch nicht zu. Es gebe zwar starke Annäherungen und eine Lösung sei in Reichweite, äußerten sich Bezirksräte verschiedener Fraktionen. Doch über Details müsse noch verhandelt werden.

Somit wurde der Antrag der Döblinger Verkehrskommission zugewiesen. Diese tagt im Dezember. Dort besteht die Möglichkeit, Verkehrsexperten zur Ausarbeitung einer Lösung heranzuziehen. Im Gegensatz zur Bezirksvertretungssitzung tagt die Verkehrskommission jedoch nicht öffentlich. Die Fraktion der Neos bezeichnete das in ihrer Zusammenfassung der Sitzung vom 28. September dennoch als "großen Schritt für die Bezirksvorstehung".

Enttäuschung und Hoffnung

Juraj Necpal hat die Sitzung beobachtet. "Ich bin enttäuscht, dass die Politiker jetzt wieder so lange für eine Lösung brauchen", sagte er. Gleichzeitig zeigte er sich hoffnungsfroh. "Ich begrüße, dass die Döblinger Bezirkspolitik eine Lösung möchte." Nun müssten aber die Politiker ihre Ernsthaftigkeit unter Beweis stellen. Diese sei nicht sicher.
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Robert Specht aus Döbling | 12.10.2017 | 12:22   Melden
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