04.10.2016, 00:00 Uhr

Offener Bücherschrank beim Heurigen: Wo Lesen und Wein zusammenfinden

Bezirksrätin Silvia Friedrich mit Heurigenwirtin Isabella Hermann vor dem neuesten Döblinger Bücherregal beim Friseurmüller in Salmannsdorf.

Das mittlerweile dritte Döblinger Bücherregal steht beim Heurigen Friseurmüller in der Hameaustraße 30.

DÖBLING. Ein offener Bücherschrank beim Heurigen - das ist eine Premiere in Wien. Der Bücherschrank zum Gratis-Entnehmen und Freiwillig-Hineinstellen von Büchern ist hier auch erstmals so richtig wind- und wetterfest installiert: Er ist im Hausflur des beliebten Salmannsdorfer Heurigen untergebracht und geht auf eine Kooperation der Bezirksvorstehung Döbling mit der Kulturinitiative Neustift am Walde und Salmannsdorf zurück. Heurigenwirtin Isabella Hermann war sofort Feuer und Flamme für das Projekt, holte ein nicht mehr benutztes Kastl aus dem Abstellraum und steuerte auch gleich einige Bücher bei. Sie wird regelmäßig die Wartung übernehmen, den Inhalt überprüfen, Bücher nachschlichten. Das Bücherregal wird sieben Tage die Woche von 11:30 Uhr bis 23:00 Uhr öffentlich benutzbar sein, dann hat der Friseurmüller nämlich auch seine Pforten geöffnet. "Aus unserer Erfahrung sind die offenen Bücherregale im Bezirk ein echter Selbstläufer. Menge und Nachfrage der Bücher regeln sich eigentlich wunderbar von selbst, sowohl bei den Kindern, als auch bei den Erwachsenen", erklärt Bezirksrätin Silvia Friedrich, die Initiatorin der Döblinger Bücherregal-Initiative. Und falls es im derzeitigen Bücherschrank zu eng wird - es wird sich rasch ein zweiter finden. Platz ist ja genügend vorhanden.

Anders als in anderen Wiener Bezirken, errichtet und pflegt Döbling seine offenen Bücherschränke selbst. Und das seit 2014, schon mit dem ersten in der Gatterburggasse. Der zweite folgte übrigens im Vorjahr beim Döblinger Bad. "Das ist eine Frage des Prinzips. Der Bücherschrank beim Friseurmüller hat nichts gekostet, genauso wie die anderen beiden im Bezirk. Die Regale sind aus der Rumpelkammer, die Bücher aus privaten Spenden und wir haben persönlich ein Auge darauf. Das macht doch Sinn", so Friedrich. Schließlich stehe der Döblinger Bücherschrank ja auch für alle gratis zur Verfügung.
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