02.10.2017, 19:04 Uhr

Citybikes bei der Gymnasiumstraße müssen parkende Autos beschädigen

Die beiden Parkplatzreihen mit je fünf Parkplätzen vor dem base19 im Überblick. Auf einem einzigen Parkplatz könnte man auch vier Fahrradbügel aufstellen, sodass acht private Fahrräder abgestellt werden könnten. Vor einem Studentenheim gäbe es naturgemäß mehr als genug Nachfrage nach Fahrradabstellplätzen.
Wien: Peter-Jordan-Straße | 

Schildbürgerstreich: Seit einigen Wochen gibt es unmittelbar vor der Citybike-Station Gymnasiumstraße neue Parkplätze auf dem Privatgrundstück des angrenzenden Studentenwohnheims. Der Abstand der Parkplatzmarkierungen zu den Citybikes wurde dabei so klein gewählt, dass es nunmehr unmöglich ist ein Citybike aus der Absperrvorrichtung zu entnehmen und neben den anderen in der Absperrvorrichtung befindlichen Citybikes vom Grundstück zu manövrieren, ohne dabei die parkenden Autos zu beschädigen.


Beim Entlehnvorgang der Citybikes müssen diese mit einem kräftigen Ruck aus der Halterung hinausgezogen werden, wer nicht vorsichtig ist landet schon bei diesem Mannöver im direkt dahinter parkenden Auto. Wer vorsichtig genug ist dies zu vermeiden wird jedoch immer noch das Problem haben, dass rechts und links des zu entlehnenden Fahrrades andere Fahrräder geparkt stehen, sodass man das Fahrrad erst ein wenig nach hinten schieben muss um dann stark einzulenken. Der Radius ist bei den nicht ganz leichtgängigen Leihfahrrädern jedoch so groß, dass es unmöglich ist, am neu benachbarten Kfz-Parkplatz vorbeizukommen, wenn ein Auto darauf parkt.

Warum die Markierungen derartig nahe an die Citybike-Station herangeführt wurden ist vollkommen unverständlich, da der Platz zwischen den zwei je fünf Stellplätze umfassenden Parkreihen unnötig großzügig bemessen ist. Wenn die Parkmarkierungen nicht neu angelegt werden (und dabei der in der Ecke befindliche Parkplatz weggenommen wird), dann werden Lackschäden an jenen Autos, die auf den Citybike-seitigen Parkplätzen parken ein unvermeidbares Ereignis, dass Frust bei Autofahrern UND Radfahrern hinterlassen wird!

Nicht ein einziger Fahrradbügel wurde übrigens für private Fahrräder installiert, ein Umstand, der vor einem Studentenheim für sehr viel Verwunderung sorgen darf, gehören doch ausgerechnet Studenten traditionell zu den fleißigsten Radfahrern.
Die - natürlich privaten - Kfz-Parkplätze sind bisher auch überwiegend ungenutzt, sodass der Bereitstellung einer großzügigen Fahrradabstellanlage im Rahmen einer Redimensionierung Kfz-Stellplätze auf ein notwendiges Maß, eigentlich nichts im Weg stehen sollte. Es bleibt abzuwarten, ob "base19" es nur bei den Kfz-Stellplätzen für die Heimleitung belässt, oder ob sie ihren Heimbewohnern auch eine zeit- und bedarfsgerechte Fahrradabstellanlage anbieten wird. Derzeit ist dies nicht der Fall!

Übrigens: Die bis zu 26 Räder umfassende Citybike-Station Gymnasiumstraße ist die einzige im 19. Bezirk. Eine sinnvolle Netzerweiterung würden Stationen in der Döblinger Hauptstraße auf Höhe der Gatterburggasse und in der Gymnasiumstraße auf Höhe der Hasenauerstraße darstellen, da dadurch eine wichtige Einkaufsstraße und der Universitätsstandort beim Währinger Park ans Citybike-Stationsnetz angeschlossen wären.
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