Kampf gegen Krebs
Neues Strahlentherapiezentrum im Donauspital wurde eröffnet

KAV-Leiter Michael Binder, medizinische Leiterin Beatrix Günczler, Direktor Donauspital Lothar Mayerhofer, Stadtrat Peter Hacker und Projektleiterin Renate Hauschka.
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  • KAV-Leiter Michael Binder, medizinische Leiterin Beatrix Günczler, Direktor Donauspital Lothar Mayerhofer, Stadtrat Peter Hacker und Projektleiterin Renate Hauschka.
  • hochgeladen von Sabine Krammer

Bis zu 2.400 Krebs-Patienten können mit den Linearbeschleunigern pro Jahr behandelt werden.

DONAUSTADT. Krebserkrankungen sind österreichweit im Vormarsch. Waren zur Jahrtausendwende noch 190.000 Krebskranke zu beklagen, stieg die Zahl heuer auf 350.000 Patienten, mit jährlich 40.000 Neupatienten. Alleine in Wien beträgt die jährliche Neuerkrankung an Krebs rund 7.000 Patienten. Neben der medikamentösen Behandlung und der Chirurgie ist die gezielte Strahlentherapie sinnvoll.

Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) hat nun die Krebsbehandlungsplätze ausgebaut. Das neue Zentrum für Radioonkologie und Strahlentherapie im Donauspital hat bereits mit zwei Linearbeschleunigern seinen Teilbetrieb aufgenommen. Bis zum Jahresende werden vier Hightech-Geräte in Betrieb sein, wienweit damit 15 Stück. 

60 Prozent mehr Behandlungen

„Wir hatten den Wienern versprochen, rasch die Wartezeiten auf Strahlentherapie zu verkürzen. Mit dem Vollbetrieb des neuen KAV-Strahlenzentrums im Donauspital Ende 2019 können deutlich mehr Wiener behandelt werden“, so Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. „Gegenüber 2017 kann der KAV damit ab 2020 60 Prozent mehr Krebspatienten behandeln“, betont Michael Binder, technischer Direktor des KAV. Der Schwerpunkt der Behandlungen liegt bei Brustkrebs, Prostatakrebs und Tumoren im Hirn oder im Rachen-Hals-Gaumenbereich.

Die neuen Linearbeschleuniger sind schneller und zielgenauer als bisherige Modelle. Die Geräte ermöglichen eine Bestrahlung mit fünf verschiedenen Photonen-Energien. Die Dosis kann dadurch gezielter verabreicht werden. Gleichzeitig erfolgt die Behandlung für den Patienten schonender, da weniger umliegendes, gesundes Gewebe geschädigt wird. Die Ungenauigkeit der Bestrahlung liegt bei rund einem Millimeter. 

Vollbetrieb ab 2020

Das Strahlentherapiezentrum im Donauspital gehört zu den kapazitätsstärksten Österreichs und ist nach jenem im AKH das zweitgrößte Zentrum im Wien. Nun folgt eine Phase der Einschulung und ausgedehnte Qualitätssicherung. „In den kommenden Wochen werden die Kapazitäten langsam hochgefahren und vorerst nur Patienten des eigenen Hauses behandelt“, so Beatrix Günczler, interimistische Leiterin des Instituts für Radioonkologie und Strahlentherapie im Donauspital.

Das neue Strahlentherapiezentrum wurde als öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Vamed AG, einem österreichischen Unternehmen im Bereich von Gesundheitsprojekten, und dem Wiener KAV realisiert. Im Juni 2016 wurde das Projekt gestartet, Baubeginn war im Jänner 2017 und der erste Patient wurde Mitte Mai 2019 behandelt. Der Vollbetrieb startet 2020.

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