Ärger im Paradies
Anrainer kämpfen gegen Lärm und Müll an der Alten Donau

Bei den heißen Temperaturen werden die kostenlosen Stege an der Alten Donau von Besuchern gestürmt.
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  • Bei den heißen Temperaturen werden die kostenlosen Stege an der Alten Donau von Besuchern gestürmt.
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Rücksichtslose Besucher an der Alten Donau bringen Anrainer zur Verzweiflung. 

DONAUSTADT. Es ist ein Naturparadies und wird im Sommer von unzähligen Gästen als kostenloses Naherholungsgebiet genutzt. Die Alte Donau bietet mit gratis Liegewiesen, Badestegen und gemütlichen Lokalen in der Nähe alles, was man im Sommer braucht. Doch genau das wird von rücksichtslosen Besuchern immer mehr ausgenutzt, wie eine Anrainerin bestätigt: "Ich lebe schon lange an der Alten Donau, aber in den letzten Jahren ist es immer schlimmer geworden. Müll und Lärm stehen an der Tagesordnung."

Teilweise müssten sich die Bewohner der Kleingärten und Häuser am Ufer sogar von Besuchern beschimpfen lassen, wenn diese um Ruhe bitten: "Der Lärm beginnt bereits, wenn die Jugendlichen mit ihren Stereoanlagen die Wege entlang zur Alten Donau pendeln. Untertags ist das nicht so schlimm, aber wenn man um 2 Uhr nachts aus dem Schlaf gerissen wird, hat man irgendwann genug."

Abhilfe durch Bademeister

Dabei ist den Anrainern nicht daran gelegen, die hauptsächlich jungen Besucher von den Stegen zu vertreiben. Vielmehr wünschen sie sich einfach mehr Rücksicht gegenüber den Menschen, die hier teilweise ganzjährig leben.  "Im Gegensatz zu den öffentlichen Bädern gibt es hier niemanden, der für Ordnung sorgt. Vielleicht würde es helfen, wenn auch hier Bademeister eingesetzt werden, die darauf achten, dass die Regeln beachtet werden."

Zusätzliche Mistkübel und Hinweisschilder, auf denen um Ruhe gebeten wird, würden laut den Anrainern ebenfalls zu einem besseren Miteinander beitragen. Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy meint zur Problematik: "Was die Verschmutzungen betrifft, so werden wir die MA 48 ersuchen, hier noch verstärkter aktiv zu werden. Lärmbelästigung kann nur nach 22 Uhr geahndet werden, die Polizei ist dann jedenfalls zu verständigen."

Grätzelpolizei im Einsatz

Die Grätzelpolizei wurde bereits ebenfalls mit einbezogen, wie Polizeisprecherin Michaela Rossmann bestätigt: "Die Donauinsel bzw. die Alte Donau, insbesondere im Bereich des Bäderverkehrs, wird von der Polizei regelmäßig und intensiv bestreift. Der zuständige Grätzelpolizist steht mit besorgten Anrainern in Kontakt. Die Situationen werden erörtert, Maßnahmen im Zusammenhang mit Lärmerregungen gemeinsam besprochen."

Weiters suche die Polizei auch gezielt den Kontakt zu Jugendlichen, um diese für das Thema Lärm und Verunreinigung zu sensibilisieren. "Für letzteres werden bereits Lösungsvorschläge im Rahmen der Initiative Gemeinsam.Sicher ausgearbeitet", so Rossmann.

Schreiben Sie uns!

Was denken Sie über die Situation an der Alten Donau? Schreiben Sie uns Ihre Meinung an donaustadt.red@bezirkszeitung.at oder per Post an bz-Wiener Bezirkszeitung, Redaktion Donaustadt, Weyringergasse 35/3, 1040 Wien.

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