Rautenweg
Das Rinterzelt wird nach 39 Jahren abgerissen

1980 wurde das Rinterzelt am Rautenweg errichtet. Nun wird es um drei Millionen Euro abgerissen.
  • 1980 wurde das Rinterzelt am Rautenweg errichtet. Nun wird es um drei Millionen Euro abgerissen.
  • Foto: MA 48
  • hochgeladen von Conny Sellner

Die Abbrucharbeiten des markanten Altstoffsammelzentrums am Rautenweg beginnen noch im Juli.

DONAUSTADT. Vor einem Jahr wurde er angekündigt – nun ist es soweit: Der Abriss des 68 Meter hohen Rinterzelts am Rautenweg startet am 22. Juli. Mit dem Abriss des markanten Zelts verliert die Donaustadt eines ihrer Wahrzeichen. Die MA 48, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung, errichtet auf dem Areal ein neues Betriebsgebäude.

Beim Abbruch achtet man auch auf eine umweltbewusste Vorgehensweise. Laut dem Leiter der MA 48, Josef Thon, werden 98 Prozent des Abbruchmaterials recycelt. „Das Aluminium, diese Legierung, wird wieder eingeschmolzen, das Holz kommt zu einem Biomassekraftwerk oder kann aufbereitet werden, der Beton wird auch aufbereitet. Nur zwei Prozent müssen verbrannt werden.“ Der Name Rinter entstand durch das Projekt „Recycling International“, welches jedoch scheiterte. Das Rinterzelt wurde daraufhin zur zentralen Drehscheibe der getrennten Altstoffsammlung in Wien.

Gebäude nicht mehr zeitgemäß

Grund für den Abriss des 1980 fertiggestellten Altstoffsammelzentrums ist die nicht mehr zeitgemäße Bauweise. Der Neubau soll insgesamt 60 Millionen Euro kosten – allein der Abriss schlägt mit drei Millionen Euro zu Buche. In den Neubau soll neben der MA 48 auch Wien Kanal einziehen.

Es ist das einzige Areal der MA 48, das über einen Anschluss an die Eisenbahn verfügt. „Das Wichtigste, was dort ist, ist die Verladung der Altstoffe. Die hat es vorher gegeben, die wird es nachher auch geben. Wir verladen alles, was die Wiener brav trennen“, sagt Thon. Daneben gibt es auf dem Areal noch die Schlackenaufbereitung, in der Metalle und andere Wertstoffe herausgefiltert werden.

Arbeitsplatz für 600 Menschen

Dann gibt es noch Aufbereitungsanlagen für Problemstoffe, die in Wien gesammelt werden. Neben Müllautos werden dort auch die MA-48-Mitarbeiter stationiert sein, die den 21. und 22. Bezirk betreuen. Insgesamt werden dort laut Thon „500 bis 600“ Menschen arbeiten.

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