Frauenpower
Die Seestadt ist weiblich – starke Frauen in der Donaustadt

Blick auf das neue Quartier „Am Seebogen“ entlang der Barbara-Prammer-Allee gemeinsam mit Seestadt-Pionierinnen (v.l.n.r.): Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal, HoHo Wien-Projektleiterin Caroline Palfy, Seestadt-Unternehmerin Sylvia Schlagintweit und „Science Buster“ und aspern-Beirat-Mitglied Elisabeth Oberzaucher.
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  • Blick auf das neue Quartier „Am Seebogen“ entlang der Barbara-Prammer-Allee gemeinsam mit Seestadt-Pionierinnen (v.l.n.r.): Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal, HoHo Wien-Projektleiterin Caroline Palfy, Seestadt-Unternehmerin Sylvia Schlagintweit und „Science Buster“ und aspern-Beirat-Mitglied Elisabeth Oberzaucher.
  • Foto: Sellner
  • hochgeladen von Conny Sellner

54 Frauen sind Namensgeberinnen für Straßen, Parks und Plätze in der Seestadt. Nun gibt es eine Broschüre mit allen Namen und Biographien. 

DONAUSTADT. Bei einem Spaziergang durch die Seestadt Aspern wird einem schnell klar, dass hier Frauenpower herrscht. Ob Janis-Joplin-Promenade, Hannah-Arendt-Platz oder Käthe-Recheis-Gasse – an jeder Ecke liest man einen bekannten Namen einer starken Frau. Die neueste Errungenschaft ist die Barbara Prammer-Allee, die sich durch das künftige Quartier "Am Seebogen" strecken wird.

Als Namensgebern fungiert hier die erste österreichische Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die 2014 verstorben ist. Die für Wohnen, Wohnbau, Stadterneuerung und Frauen zuständige Stadträtin Kathrin Gaal betont die Wichtigkeit, Frauen in den Vordergrund zu rücken: "Auch 2019 ist es noch wesentlich, starke Frauen in das Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen. Die Stadt Wien setzt hier zahlreiche Maßnahmen unter anderem durch die Benennung von Straßen."

Die Seestadt ist weiblich

Das Projekt mit der gleichnamigen Broschüre Die Seestadt ist weiblich, die von der Wien 3420 neu aufgelegt wurde,  zeigt die Vorbildwirkung des Stadterneuerungsgebietes in der Donaustadt durch die fast ausschließliche Benennung von Straßen, Plätzen und Parks mit Frauennamen. 54 starke Frauen wurden bereits verewigt. Eine neue Broschüre nennt alle Namen und wirft einen Blick in die Biographien. "Die Straßennamen in der Seestadt erinnern an starke Frauen und ihre herausragende Leistungen. Damit holen wir Frauen vor den Vorhang", so Gaal. 

Doch nicht nur verstorbene Frauen wie die weltberühmte Autorin Astrid Lindgren oder die legendäre Radiomoderatorin und "Vorturnerin der Nation", Ilse Buck, sind in der Seestadt verewigt. Ein ganz persönliches und weithin sichtbares Denkmal hat ebenfalls eine Frau geschaffen. Caroline Palfy hat als Architektin des HoHo das weltweit höchste Hochhaus in der Seestadt konzipiert. Bei einem Rundgang durch das Gebäude überzeugte sich unter anderem auch Bezirksvorsteher-Stellvertreter Karl Gasta von dem einzigartigen Objekt in der Donaustadt.

Seestadt-Pionierinnen

Eine weitere Seestadt-Pionierin ist Apotheken-Mitinhaberin Sylvia Schlagintweit, die den "Denkraum Donaustadt" mitinitiiert hat. Dabei handelt es sich um eine Institution für Kultur- und Wissensvermittlung. Außerdem hat sie den "Club der kleinen Löwen" ins Leben gerufen, zu dessen Veranstaltungen mittlerweile 100 bis 150 Besucher kommen.
Die als "Science Buster" bekannt gewordene Verhaltensforscherin Elisabeth Oberzaucher kümmert sich als neues Mitglied im Aspern Beirat um die Qualitätssicherung bei der Entwicklung des Stadtteils. 

Bei einem virtuellen Rundgang in den neuen Quartieren der Seestadt Aspern wurde gezeigt, wo starke Frauen in Zukunft einen wohlverdienten Platz erhalten. Ein Virtual-Reality-Rundgang zeigt die Zukunft der Seestadt im Seeparkquartier und "Am Seebogen".  "Die Frauenpower in der Seestadt ist unübersehbar und als Entwickler des Stadtteils sind wir überzeugt, dass darin auch eine besondere Qualität liegt. Umso wichtiger ist uns, dass das Netzwerk engagierter, tatkräftiger Frauen ständig wächst", so Gerhard Schuster, CEO der Wien 3240 AG. 

Zur Sache

Insgesamt gibt es laut der zuständigen Kulturabteilung der Stadt (MA 7), 6.768 Verkehrsflächen in Wien. Davon sind 492 Straßen, Gassen und Plätze nach großen Frauen benannt. Ein verschwindend geringer Anteil, der durch das Projekt in der Seestadt deutlich angehoben werden soll. Damit konnte der Anteil weiblicher Straßennamen in Wien von fünf auf sieben Prozent gesteigert werden.

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