Zwischen Verzweiflung und Hoffnung
Gastronomen in der Donaustadt trifft die Coronakrise schwer

Familie Kocian vom Dorfheurigen Breitenlee – im Bild mit Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy – gibt nicht auf.
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  • Familie Kocian vom Dorfheurigen Breitenlee – im Bild mit Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy – gibt nicht auf.
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  • hochgeladen von Conny Sellner

Am 15. Mai darf die Gastronomie unter Auflagen wieder öffnen. Wie ist es den Wirten bisher ergangen?

DONAUSTADT. Erst im vergangenen Oktober hat Gastronom Mario Strobl den Vorstadtwirt in der Schüttaustraße 64 in Kaisermühlen übernommen. Mit großem Erfolg, wie der Vollblutwirt erzählt: "Ich wurde bestens von den Kaisermühlnern aufgenommen und das Geschäft ist super gelaufen – bis zur Zwangsschließung am 16. März."

Zwei Wochen lang gab es keinerlei Einnahmen für den Wirt. Jetzt bietet er zwar ein Abholservice an, aber das reicht gerade einmal für die Fixkosten: "Es ist eine Katastrophe. Der Rückgang beträgt um die 90 Prozent. Ich bete zum Herrgott, dass es nach dem 15. Mai besser wird", so Strobl. Bis dahin kann man unter 01/263 36 43 Speisen zur Abholung bestellen. Infos gibt es unter www.vorstadtwirt.at

Hoher finanzieller Verlust

Ähnlich ist es auch Familie Kocian ergangen, die seit elf Jahren äußerst erfolgreich den Dorfheurigen Breitenlee in der Breitenleer Straße 257 betreibt. Obwohl auch der Dorfheurige seit vier Wochen ein Abholservice anbietet, ist der finanzielle Verlust enorm. "Wir verdienen de facto nur am Wochenende Geld, und dann auch nur einen Bruchteil von dem vor den Maßnahmen", erzählt Juniorchef Mario Kocian. Sein Vater Harald Kocian betont das Ausmaß der Krise für die ganze Familie: "Meine Frau und ich sind die ganze Woche im Einsatz und verdienen dabei nichts. Das Geld reicht gerade einmal für die Fixkosten."

Beim Dorfheurigen Breitenlee wurden alle Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt: "Wir haben so loyale Mitarbeiter. Da haben wir trotz der Krise nie an Kündigungen gedacht", so Kocian. Ans Aufgeben denkt die Familie ebenfalls nicht: "Wir warten ab, was die Regierung beschließt. Bis dahin danken wir unseren Gästen für die Unterstützung." Bestellungen werden unter 01/734 55 29 angenommen. Infos erhalten Sie unter www.dorfheuriger-breitenlee.at

Gutscheine als Einnahmequelle

Ohne Einkommen muss auch Artur Hummel vom gleichnamigen Café Hummel am Siegesplatz in Aspern auskommen. Lediglich der Verkauf von Gutscheinen hilft ihm dabei, die Fixkosten zu decken. "Wenn es nach meinen Stammgästen geht, wäre mein Café am 15. Mai schon wieder voll. Aber ich muss abwarten, wie die Maßnahmen genau ausschauen werden und dann zwischen Geschäft und Sicherheit abwägen", so Hummel. Gutscheine gibt es unter  www.cafe-hummel.com

Drive-in auf der Donau

Im Dornröschenschlaf befindet sich aktuell das Bootshaus an der Alten Donau. Inhaber Berndt Querfeld hat alle Mitarbeiter zur Kurzarbeit angemeldet: "Wir haben einen Lieferservice für unsere Landtmann’s-Original-Torten gestartet", so Querfeld. Für die Zeit nach der Wiedereröffnung hat sich das Bootshaus etwas ganz Besonderes ausgedacht: "Wir werden einen Boots-Drive-in eröffnen. Also ein Take-away-Service am Steg." Alle Neuigkeiten erfährt man unter www.dasbootshaus.at

Von Regierung enttäuscht

Isabella Stuhr und Johann Schwetz vom Gasthaus Hansi in der Esslinger Furt 4 sind vor allem von der fehlenden Unterstützung seitens der Regierung enttäuscht. "Unsere Mitarbeiter haben wir in gutem Glauben nicht gekündigt, sondern in Kurzarbeit geschickt. Als Dankeschön müssen wir jetzt die Löhne bis zu drei Monate lang vorfinanzieren – und das bei null Einkommen", so Hansi Schwetz. Der Eröffnung am 15. Mai sehen die beiden Gastronomen sehr positiv entgegen: "Wir haben einen sehr großen Gastgarten. Und da die Kurve schon extrem flach ist, werden die Maßnahmen hoffentlich laufend entschärft." Infos unter www.gasthaus-hansi.at

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