AHS Heustadelgasse
Neue kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung ab September

Bei der AHS Heustadelgasse stößt die Streichung der kostenfreien Mittagsaufsicht bei manchen Eltern auf Unverständnis.
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  • hochgeladen von Sabine Krammer

Statt reiner Mittagsaufsicht kommt in der AHS Heustadlwasser eine qualitative Nachmittagsbetreuung.

DONAUSTADT. Schulpflichtige Kinder, die in der kurzen Zeit zwischen dem Vormittags- und Nachmittagsunterricht nicht nach Hause gehen können, hatten bis jetzt in der AHS Heustadlwasser in Aspern die Möglichkeit über Mittag beaufsichtigt in der Schule zu bleiben. Dieses Angebot der Schule war kostenfrei, hat aber in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt. Direktor Werner Dietl: „Die Grenze zu ziehen, welchen Kindern der Heimweg zumutbar ist und welchen Kindern nicht, ist sehr schwer und hat schon in der Vergangenheit zu Unruhe und Unzufriedenheit bei den Eltern geführt.“

Daher hat man sich in der Schule entschlossen, die kostenfreie Mittagsaufsicht zu streichen und dafür eine qualitative Verbesserung der Nachmittagsbetreuung anzubieten. „Da die Mittagsaufsicht im Autonomiebereich der Schule liegt und der Entschluss einstimmig im Schulgemeinschaftsausschuss zwischen Vertretern der Eltern, Schülern und Lehrer gefallen ist, wird es die Mittagsaufsicht ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr geben“, so Dietl. Der Entschluss basiert auf einer Weisung des Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung, die eindeutig festlegt: „Die Schulgemeinschaftsausschüsse der Schulen, die eine Mittagsaufsicht anbieten wollen, müssen diese über die Hausordnung regeln.“

Eltern wünschen kostenfreies Angebot

Trotz der Eindeutigkeit der Regelung fühlen sich manche Eltern von der zukünftigen Überbrückung der Mittagspause schikaniert.  Ein Vater meint dazu: „Da die Schule den Stundenplan gestaltet, ist es nicht einsehbar, warum wir die Nachmittagsbetreuung bezahlen müssen, wenn lediglich eine Unterrichtseinheit überbrückt werden muss.“ Der Vater, der mit anderen Eltern im Gespräch ist, wünscht sich eine Stundenplangestaltung mit mehr Zeit zwischen den Unterrichtsblöcken oder eine Alternative zur teuren Nachmittagsbetreuung: „Ein reduzierter Betrag für die reine Überbrückung wäre wünschenswert.“

Zusätzlich kritisiert der Vater, dass sich rund 60 Prozent der Eltern gegen eine Mitgliedschaft im Elternverein entschieden haben und bezieht sich dabei auf einen Brief des Obmanns des Elternvereins Harald Minar: „Es sind bei uns nur ca. 40 Prozent der Sollbeiträge für das laufende Schuljahr eingelangt.“

Qualitative Nachmittagsbetreuung

Ab dem kommenden Schuljahr wird die Nachmittagsbetreuung an der AHS Heustadlwasser sowohl räumlich als auch pädagogisch aufgewertet. Neben eigene Sitzecken in der Bibliothek, neue Möbeln, Freizeitbereiche und einer Terrasse wird auch die Zeit flexibel gestaltet und die Interessen und Möglichkeiten der Kinder deutlich mehr in den Vordergrund gerückt.

Starre Lernzeiten weichen individuellen Zeiten für Übungen, Hausarbeiten und Freizeit. Zusätzlich garantiert Direktor Dietl: „Bei finanziellen Engpässen und Härtefällen, wenn Eltern die Kosten von 26,40 Euro für einen Tag Nachmittagsbetreuung nicht tragen können, hilft der Elternverein aus.“

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