Ruhestörung
Skaterpark in Stadlau – Anrainer fordern mehr Kontrollen

Der Skaterpark Stadlau ist bei Jugendlichen aus dem Bezirk sehr beliebt. Manche davon nutzen die Anlage auch in der Nacht, was die Anrainer sehr stört.
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  • Der Skaterpark Stadlau ist bei Jugendlichen aus dem Bezirk sehr beliebt. Manche davon nutzen die Anlage auch in der Nacht, was die Anrainer sehr stört.
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  • hochgeladen von Conny Sellner

Müll, Lärm, Dreck und eine Skateranlage, die als WC missbraucht wird. Den Anrainern in der Wohnhausanlage beim Skaterpark Stadlau reicht's!

DONAUSTADT. Eines möchten die Anrainer gleich vorweg betonen: "Wir haben nichts gegen den Skaterpark. Wir haben selbst Kinder und Enkel und finden es gut, dass die Jugendlichen einen Platz haben, wo sie toben können", so Rita S. Sie wohnt seit 2014 in der Wohnhausanlage gegenüber des Skaterparks Stadlau und hat seitdem immer wieder die Polizei rufen müssen. Grund: nächtliche Ruhestörung.

"Im Sommer ist es besonders schlimm. Dann fahren sie teilweise noch um Mitternacht hier herum oder feiern Partys mit Musik und Alkohol." Die Polizei würde zwar kommen und kurz mit den Betroffenen reden, aber sonst würde nicht viel passieren. "Die gehören gestraft und angezeigt. Sonst geht das immer weiter", so die Anrainerin.

Versiffter Skaterpark

Wenn man mit den Jugendlichen selbst redet, wird schnell klar, dass sie zwar gern im Skaterpark sind, aber auch nicht alles gut finden, was hier passiert. Der 15-jährige Damjan Kostic meint beispielsweise, dass die Ecken in der Skateranlage immer wieder als öffentliches WC missbraucht werden, was besonders im Sommer stinkt.

Und auch Flaschen, Dosen und Zigarettenstummel liegen in der Anlage herum. "Ich hab erst vor ein paar Tagen eine Gruppe von zehn bis 15 Männern hier gesehen, die getrunken und laut geschrien haben", so Kostic. Die Jugendlichen verstehen den Ärger der Anrainer, was die Ruhestörung in der Nacht betrifft.

Kontrollen erforderlich

Der zwölfjährige Richard Wrgoth hat dazu eine Idee: "Man könnte die Anlage mit einem Gitter sichern oder das Licht ab einer bestimmten Zeit abdrehen, dann kann man nicht mehr fahren." Die Idee findet auch bei den Anrainern Zustimmung. Außerdem würden Sie es begrüßen, wenn ein Schild mit Benimmregeln an der Anlagen angebracht werden würde.
Der zweifache Familienvater Michael P. ergänzt: "Die Graffiti-Wand ist ja cool, aber die Lärmschutzwand und die Hauswände werden auch regelmäßig besprüht. Das muss kontrolliert werden."

Skaterpark bleibt!

Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy verweist in der Causa Skaterpark auf die Notwendigkeit seitens des Bezirks, Raum für Kinder und Jugendliche anzubieten: "Es gibt tatsächlich immer wieder Einzelne, die sich darüber wundern, dass Kinder und Jugendliche auch Lärm verursachen – aber der Bezirk wird selbstverständlich auch weiterhin den Skaterpark für die Jugendlichen zur Verfügung halten."

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