Berufsrettung Wien
Von der Alten Donau in den Schockraum des AKH

Bernhard Böhm und Martin Thunshirn halfen der Seglerin Michaela Haas nach einem Bootsunfall.
  • Bernhard Böhm und Martin Thunshirn halfen der Seglerin Michaela Haas nach einem Bootsunfall.
  • hochgeladen von Sabine Krammer

Seglerin Michaela Haas bedankt sich bei den Notfallsanitätern der Wiener Berufsrettung.

DONAUSTADT. Den 27. Juni wird die 49-jährige Krankenschwester Michaela Haas lange nicht vergessen. An diesem sonnigen-heißen Tag war sie gemeinsam mit ihrem Mann segeln an der Alten Donau, als ihr Boot von einem anderen Boot von links gerammt wurde. Haas, die als Steuerfrau beim Ruder saß, versuchte noch auszuweichen, konnte den Zusammenstoß nicht verhindern.

Sie selbst wurde dabei an der Taille und im Bauchbereich erwischt, bekam keine Luft mehr und hatte starke Schmerzen im Rücken. Haas: „Ich habe danach nur mehr alles wie im Traum erlebt.“ Sie kann sich nicht mehr erinnern, wie sie zum Ufer zurückgekommen ist oder wer sie dort am Ende des schwimmenden Stegs abgelegt hat. Auch an ihre Notfallsanitäter, die innerhalb weniger Minuten nach der Alarmierung vor Ort waren, hat sie kaum mehr Erinnerungen.

Rettung mit Hindernissen

Martin Thunshirn und Bernhard Böhm waren die beiden Notfallsanitäter. „Die Rettung war etwas schwierig, weil der schwimmende Steg geschwankt hat und der Transport durch das Wasser, über eine steile Treppe und durch den Gastgarten eines Restaurants erfolgte“, so Thunshirn. Nach dem Trauma-Check und der Diagnose Lendenwirbelbruch und Prellungen wurde die Patientin mit dem Wirbelsäulenbrett Spineboard behutsam angehoben und im Krankenwagen auf einem Schwebetisch zum Schockraum des AKHs gebracht.

„Die Patientin hatte Glück im Unglück, weil die Ärzte uns mitteilten, dass keine innere Verletzung vorlag“, so Böhm. Trotzdem musste Haas sechs Tage im Krankenhaus bleiben, war zwei Monate im Krankenstand und hat eine Physiotherapie durchgeführt. „Ich merke noch jetzt die Beeinträchtigungen, besonders beim Sport“, so Haas. Ebenfalls noch nicht abgeschlossen ist das Gerichtsverfahren rund um den Unfall. Bei ihren beiden Notfallsanitätern hat sich Haas bedankt und ist sich sicher: „Auf der Alten Donau werde ich nicht mehr segeln gehen, weil dort so viel los ist und auch viele Anfänger unterwegs sind. Ich nutze jetzt lieber offene Seen.“

Autor:

Sabine Krammer aus Floridsdorf

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