Bogenschießen
Artemis: Mit Pfeil und Bogen auf den Spuren von Robin Hood

Konzentration, Zielsicherheit und ein ruhiges Händchen sind beim Bogenschießen wichtig. Beim Bogenschützenverein Artemis kann man sich wie Robin Hood fühlen.
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  • Konzentration, Zielsicherheit und ein ruhiges Händchen sind beim Bogenschießen wichtig. Beim Bogenschützenverein Artemis kann man sich wie Robin Hood fühlen.
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Was wir aus unserer Kindheit als "mit Pfeil und Bogen schießen" kennen, hat mit der Variante, die man im Bogenschützenverein Artemis in Donaustadt praktiziert, rein gar nichts mehr zu tun.

DONAUSTADT. Was in der Jugend meist aus Haselnussästen und einer einfachen Schnur in ein paar Minuten zusammengebastelt war, damit könnte man auf der Schießanlage von Artemis nicht einmal die Zielscheiben treffen. Bei den dort verwendeten Sportgeräten handelt es sich meist um High-Tech-Bögen, mit denen bei Wettbewerben auf bis zu 90 Meter entfernte Ziele angehalten wird. „Wer sich dafür interessiert, braucht erst einmal ein paar Einführungsstunden, in welchen man die Grundlagen erlernt, die nicht nur auf das bloße Abschießen des Pfeils hinzielen, sondern vielmehr die Sicherheit in den Vordergrund stellen“, erklärt Stefan Wandraschek, der für das Beschaffungsmanagement im Verein zuständig ist.

„Artemis wurde 2002 von Franz Klanert gegründet und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. An die 300 Mitglieder zählt der Verein und es werden ständig mehr“, weiß Obmann Wolfgang Hoyer zu berichten. Doch warum entscheidet man sich gerade für diese Randsportart, die kaum Beachtung in den Sportgazetten findet? Zuallererst sei erwähnt, dass, obwohl man Pfeil und Bogen zu den Waffen zählt, es sich um einen ganz und gar gewaltlosen Sport handelt. Vorrangig ist die Konzentration, Zielsicherheit und vor allem ein ruhiges Händchen, denn wer wackelt, trifft nicht. Klingt irgendwie logisch, und trotzdem gehört eine Menge Training und Technik dazu, den Pfeil in den gelben Innenkreis der Scheibe zu platzieren.

Waffen, aber keine Gewalt

„Egal, ob Jung oder Alt, die Leute fühlen sich wohl bei uns, denn Bogenschießen ist relativ schnell erlernt und Erfolgserlebnisse stellen sich rasch ein“, weiß Hoyer zu erzählen. Er spricht auch vom respektvollen Umgang unter den Akteuren. Der Umgangston steht bei den Donaustädter Bogenschützen an erster Stelle. „Gesunder Menschenverstand ist von Vorteil. Passiert ist zwar noch nie etwas, doch bevor es dazu kommen könnte, agieren wir mit äußerster Vorsicht“, erklärt Wandraschek. Schon ab 130 Euro kann man loslegen und ein Anfängerset erwerben. Profibögen kosten natürlich ein Vielfaches.

Drei Standorte im 22. Bezirk

Trainiert wird im Freien, aber auch in Indoor-Hallen – im 22. Bezirk gibt es Standorte in Kagran, am Contiweg und Asperner Heldenplatz – und wer etwas mehr Action braucht, dem stehen 3D-Parkoure zur Verfügung, auf denen Gummifiguren getroffen werden sollen.
Alle Infos zum Donaustädter Verein Artemis gibt es im Internet unter Artemis

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