08.11.2016, 11:19 Uhr

1.500 Stimmen für ÖBB-Station Hausfeldstraße

Laut einer Studie der Arbeiterkammer sollte die Station Hausfeldstraße als S-Bahn-Station für die S80 neu belebt werden. (Foto: Foto: ÖBB)

Der Kampf um die Haltestelle Hausfeldstraße geht weiter. Die Arbeiterkammer unterstützt das Anliegen.

DONAUSTADT. 1.500 Unterschriften. So viele sammelte die Initiative Bürger-Innen-Netzwerk Verkehrsregion Wien-Niederösterreich-Nordost (BNWN) für den Erhalt der ÖBB-Station Hausfeldstraße. Obmann Heinz Mutzek: "Es hätten sicher noch viel mehr werden können, aber wir haben das Ganze auslaufen lassen. Ich glaube, es ist auch so schon deutlich genug, dass die Leute rund um die Station diese Haltstelle brauchen."

Die geplante Attraktivierung der Station Hirschstetten sowie die Neubau der Station Aspern-Nord sei hier nur ein schwacher Trost für zahlreiche Bewohner. Schließlich ist die Hausfeldstraße ein wichtiger Knotenpunkt, an dem viele öffentliche Verkehrsmittel aufeinandertreffen. Dass die Initiative mit ihrer Forderung nach einem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel in der Donaustadt einen Nerv trifft, beweist eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer. Darin wird explizit darauf hingewiesen, dass im Zuge des Ausbaus der S80 allein in der Donaustadt zwei zusätzliche Stationen nötig seien: Hausfeldstraße und Telefonweg. Die ehemalige S80-Station in der Hausfeldstraße wurde ja bereits vor Jahren geschlossen, eine Wiederbelebung wäre laut Arbeiterkammer wesentlich.


S-Bahn-Station Telefonweg

Eine Station beim Telefonweg würde auch für die Bürgerinitiative eine wichtige Entlastungsmaßnahme für die Donaustadt bringen. Heinz Mutzek: "Damit könnte eine tolle Park&Ride-Anbindung für aus Raasdorf und Groß Enzersdorf kommende Pendler geschaffen werden. Ein Ausbau der U-Bahn bis zur Stadtgrenze ist unrealistisch, jener der S-Bahn aber durchaus möglich." Auch die S45 von Floridsdorf nach Meidling sei laut Arbeiterkammer überlastet und bräuchte mehr genutzte Gleise sowie zwei neue Stationen, eine im Gewerbepark Stadlau und eine zweite am Rautenweg.

Speziell beim Gewerbepark sieht auch Heinz Mutzek großes Potenzial für eine S-Bahn-Haltestelle: "Derzeit fährt hier nur die 26er-Bim. Dabei gab es früher die Verbindungsstrecke vom Bahnhof Stadlau nach Floridsdorf. Die Infrastruktur für eine Station im Gewerbepark wäre also bereits vorhanden."

Hinsichtlich der Station Hausfeldstraße möchte Heinz Mutzek die gesammelten Unterschriften im kommenden Frühjahr an Stadträtin Renate Brauner oder Bürgermeister Michael Häupl übergeben. "Die Leute haben unterschrieben, damit wir an der Sache dranbleiben. Das werden wir tun", so Mutzek.
3
Diesen Mitgliedern gefällt das:
1 Kommentarausblenden
9
Heinz Mutzek aus Donaustadt | 09.11.2016 | 16:10   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.