14.11.2017, 11:29 Uhr

Angst um Aus für 48er-Basar

Der 48er-Basar ist seit über einem halben Jahr aufgrund von Baumaßnahmen geschlossen.

Seit Monaten ist der 48-er Basar in der Metastadt Stadlau geschlossen. Ist damit das Ende besiegelt?

DONAUSTADT. Bei den Altwarenmärkten der MA 48, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung, hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Im Sommer 2015 wurde die Zentrale, der 48er-Tandler im 5. Bezirk, eröffnet. Seit der Wiedereröffnung des 48er-Basars Anfang des Vorjahres in der Donaustadt konzentriert sich dieser auf ausgeschiedene Magistratsmöbel und Sanitärkeramik. Diese Umstrukturierung war einigen Leuten aus der Stammkundschaft ein Dorn im Auge. So beispielsweise Stammkundin Ulrike Uhlik, die gegenüber der bz meinte, dass es dort nichts mehr gebe, was einen Flohmarkt interessant macht. Die MA 48 winkte damals ab. Der 48er-Basar werde auch in der neuen Form gut angenommen, eine Rückführung zu einem breiteren Sortiment sei allein schon aus Platzgründen nicht möglich.

Aus nach einem Jahr?

Nach einem knappen Jahr Betrieb musste der neue 48er-Basar in der Stadlauer Straße allerdings auch schon wieder zusperren. Bis heute hat er nicht wieder seine Türen geöffnet. Auf der Homepage wird darauf hingewiesen, dass "wegen Bauarbeiten derzeit bis auf Weiteres geschlossen" sei. Stammkundin Uhlik frustiert die derzeitige Situation: "Zunächst war ein Schild, dass er im August wieder öffnen sollte, am Tor angebracht. Aktuell hängt dort wieder nur das bekannte 'Vorübergehend geschlossen' ohne weitere Erklärung. Es blieb mir – und auch anderen Kunden – also in den letzten Wochen nichts anderes übrig, als immer wieder auf gut Glück dort hinzupilgern, um zu sehen, ob der Markt vielleicht schon wieder geöffnet hat."

Auf Nachfrage erklärt die MA 48, dass die Verzögerung darauf beruht, dass der Sanierungsbedarf bei näherer Prüfung größer sei als ursprünglich angenommen. "Derzeit werden verschiedene Varianten und damit verbundene Kosten für die erforderliche Ertüchtigung des Basars ausgearbeitet", so die Magistratsabteilung.

Ein möglicher Ersatzstandort für den Basar ist derzeit nicht vorgesehen bzw. in Aussicht: "Auch ein solcher muss über die jeweilige Größe, Infrastruktur, Betriebsgenehmigungen etc. verfügen. Eine kurzfristige Verlagerung ist daher nicht möglich und wäre auch nicht effizient, bevor nicht alle Varianten geprüft sind." Als Trostpflaster gibt es den 48er-Tandler in Magareten, der auch Möbel führt. Außerdem ist dieser vom 16. November bis 17. Dezember mit einem eigenen Stand am Adventmarkt in den Blumengärten Hirschstetten vertreten.
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