13.09.2016, 11:51 Uhr

Parkgarage des ehemaligen Minopolis: Parken in Gestank und Dreck

Der Zugang zur Garage ist völlig verdreckt und es stinkt. Zahlreiche Tauben haben sich hier an der Decke eingenistet.

Die Garage bei der Reichsbrücke wird von Tauben belagert und verdreckt. Parkgebühr: Ein Euro pro Stunde.

DONAUSTADT. Für alle Besucher der Donauinsel ist das Parken im angrenzenden Kaisermühlen mühsam bis unmöglich. Gerade in den Sommermonaten findet man hier nur schwer bis gar nicht einen Parkplatz. Grund dafür sind das Gänsehäufel und die Donauinsel.

Umso positiver ist die Tatsache, dass direkt am Kaisermühlendamm eine Tiefgarage für genügend Platz sorgt. Zumindest auf den ersten Blick. Denn bereits beim Zugang zur Garage wird deutlich, dass nicht nur das Gebäude daneben langsam verfällt. Gleich nach dem Kassenautomaten erwartet die Nutzer ein dunkler Gang, der auf der ganzen Länge mit Ausscheidungen von Tauben verdreckt ist.

Taubeninvasion und Dreck

Ein Blick zur Decke macht deutlich, warum das so ist: Trotz Taubenabwehrvorrichtungen haben sich die Vögel in der Garage überall eingenistet. Man sollte daher den Gang entlang der Mauern vermeiden und sich zudem bücken, da man Gefahr läuft, durch aufgescheuchte Vögel angeflogen oder von oben "getroffen" zu werden.

Der wahre Albtraum beginnt aber erst mit dem Abgang zu den Parkplätzen im ersten Untergeschoß. Denn auch hier müssen Autofahrer erst einmal durch zentimeterdicken Taubenkot waten, um zu ihren Fahrzeugen zu gelangen. Damit verbundener Gestank inklusive.

Melanie S. hat mit ihren Kindern Moritz und Julia das erste Mal die Garage benutzt und ist entsetzt: "Meine Kinder haben schon im dunklen Zugang oben Angst bekommen. Aber der Dreck hier unten ist wirklich katastrophal. Wir parken hier sicher nie mehr wieder." Genauso sieht es auch Familie M. aus Niederösterreich, die die Garage für einen Badetag auf der Donauinsel genutzt hat. "Es ist eine Frechheit, dass man für solche Zustände einen Euro pro Stunde bezahlen muss. Noch dazu, wo man weiß, dass Tauben viele Krankheiten übertragen. Eine Zumutung", so Vater Hannes M.

Seitens des Betreibers ist man sich des Problems bewusst. "Leider lässt die Baulichkeit keinen effektiven Taubenschutz zu und eine Entfernung der Eier ist aus Tierschutzgründen nicht möglich", sagt Geschäftsführer Michael Eibl. Die gute Nachricht sei jedoch, dass das Gebäude abgerissen und neu errichtet werde. "Mit der Neugestaltung des Gebäudes und des Einfahrtsbereiches bzw. neuer Maßnahmen rund um den Taubenschutz wird sich die Situation hoffentlich verbessern", so Eibl.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.