09.10.2014, 11:08 Uhr

Trister Genochplatz wartet noch immer auf Bebauung

Der Bauzaun, von dem ehemalige Plakatierungen in Fetzen hängen, macht das Gelände noch unattraktiver.

Seit mehreren Jahren liegt das Gelände des ehemaligen Genochmarktes brach. Neue Pläne geben Hoffnung.

Umringt von hohen Pressspanplatten, an denen Reste ehemaliger Plakatierung hängen und sehr treffend das Graffiti „Bauzaun ohne Bau?“ prangt, wurde aus dem ehemaligen Herzen Stadlaus ein Schandfleck.

Neue Eigentümerin

Nachdem erste Pläne zum Bau eines 4-Sterne-Hotels vor etwa drei Jahren gescheitert waren, erstand die jetzige Eigentümerin, die Premium Immobilien AG das Gelände vor mittlerweile zweeinhalb Jahren. Seitdem hat sich aber trotz der neuen Besitzerin nach außen nichts geändert.

Wohnbau auf 4000m²

Eine solch lange Vorlaufzeit sei normal, teilt Walter Wittmann, Vorstand der Premium AG mit. Mitte September gab es nun die erste Bauverhandlung, bei der auch der Bezirk, vertreten durch BezR Bernhard Wolf, anwesend war. Laut Plänen sollen rund 60 Wohneinheiten mit Garten oder Balkon mit insgesamt 4000m² Wohnfläche entstehen. Seitens des Bezirkes wurde jedoch Einwand gegen das Projekt erhoben. Es sei nur eine ungenügende Anzahl an Tiefgaragenplätzen vorgesehen, was die ohnehin schon prekäre Stellplatzsituation weiter verschärfen würde. Nun wurde das Vorhaben an die nächste Instanz, Baustadtrat Michael Ludwig, weitergeleitet. Die Bearbeitung wird mehrere Wochen bis Monate dauern.

Neues Leben fürs Tröpferlbad

Wenigstens zog vor etwa einem halben Jahr ein neues Unternehmen in das leerstehende ehemalige Tröpferlbad ein. Das „Tattoo-Werk“ haucht dem Genochplatz jetzt wieder mehr Leben ein. Etwa die Hälfte des denkmalgeschützten Gebäudes wurde dafür innen saniert, außen prangen nur Planen, mehr sei aufgrund des Denkmalschutzes nicht möglich. In den nächsten Jahren soll erweitert werden, mit dem Ziel, das größte Tattoostudio Österreichs zu werden. Schon jetzt sind sie mit über 300m² Fläche ganz vorn dabei.
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