UPDATE: 30 Kilometer langer Ölteppich auf der Donau

Ein 30 Kilometer langer Ölteppich zieht sich auf der Donau.
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BEZIRKE. Die Lage vor Ort zeigte einen Ölfilm mit teilweiser Rotfärbung des Wassers im Kehrwasser des Passagierschiffes, ein Austritt aus dem Schiff wurde im Laufe des Tages bestätigt. Keine der Alarmsensoren des erst zwei Jahre jungen Schiffes, das gegen 05.30 Uhr in der Brandstatt angelegt hatte, hatte angeschlagen. In der Zwischenzeit wurden über die Landeswarnzentrale nach und nach auch Feuerwehren im Bereich von Linz, Asten, Enns und Luftenberg in Bewegung gesetzt, um Maßnahmen gegen den Schleierölmfilm zu setzen.

Weitere Ausbreitung eindämmen

Als erste Maßnahmen wurde im Bereich des Schiffes Ölvlies ausgelegt, um die weitere Ausbreitung des Öls einzudämmen. Das Setzen von Ölsperren-Schlängelleitungen war aufgrund der weiten Verteilung im oberen Kraftwerksbereich (also vom Kraftwerk Ottensheim stromaufwärts) als nicht zweckdienlich beurteilt worden. Dies wurde in weiterer Folge auch vom Landeshydrologen bestätigt, da die Feuerwehr Alkoven im Bereich der Donauauffahrt Alkoven im Zuge der weiteren Erkundungen in Erwägung gezogen hatte. Aufgrund der Flusskrümmung sammelt sich Öl nämlich genau in der Uferzone im Bereich von Alkoven. Nach den weiteren Erkundungen wurden bis zum Kraftwerk Ottensheim-Wilhering nochmals zwei 30 Meter Ölvliesschlangen ausgelegt.

Roter Ölsee

Die Besatzung des Lastfahrzeuges führte auch eine Erkundung im Kraftwerksbereich durch. Dabei wurde man auf einen roten Ölsee aufmerksam. Die Schleusenaufsicht hatte bereits veranlasst, dass diese Schleuse für die Schifffahrt geschlossen wird (es stand eine zweite zur Verfügung) und man das nachkommende Öl dort großteils auffängt. Nach Klärung der Behördenzuständigkeiten rückte gegen Mittag schlussendlich ein Saugwagen der Energie AG an, dessen Besatzung mit den Absaugarbeiten begann.

Ente mit "Ölhals" gerettet

Auch eine Ente mit bereits rotem „Ölhals“ wurde im Kraftwerksbereich gesichtet und in weiterer Folge von Mitarbeitern angelockt, eingefangen und gereinigt. Das Tier wurde dann der verständigten Tierrettung übergeben
"Als sehr zeitintensiv haben sich die erforderlichen Behördenverständigungen und –auftrage herausgestellt. Diese sind jedoch notwendig in Hinblick auf die zu setzenden Maßnahmen und vor allem aber auch, um die durch Fremdfirmen entstehenden Kosten (beispielsweise Ölsaugwagen) zu decken", heißt es von der FF Alkoven.

UPDATE, 16. Mai, 12 Uhr:
Wie die Feuerwehr Aschach/Donau der BezirksRundschau berichtet, wurden gegen Mittag bereits alle Maßnahmen zum Öl-Auffang durchgeführt. "Das ausgetretene Öl wurde aufgefangen. Ein Techniker der Werft Linz kontrolliert, ob weiteres Öl aus dem Schiff bei Maschinenstart heraustreten würde", so Andreas Moser, Kommandant der FF Aschach. Die Aschacher Feuerwehr ist um 6 Uhr alarmiert worden.

Bericht vom 16. Mai, 8 Uhr:
ASCHACH, EFERDING. Ein Passagierschiff auf der Donau hat einen Ölteppich verursacht, der inzwischen 30 Kilometer lang ist. Das leckgeschlagene Schiff liegt in der Brandstatt zwischen Aschach und Eferding. Der Ölteppich zieht sich bereits bis zur Steyregger Brücke in Linz, so das Landesfeuerwehrkommando. Innerhalb kürzester Zeit stehen rund zehn Feuerwehren auf der Donau im Einsatz um eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Auch die Linzer Berufsfeuerwehr steht mit Booten und Ölsperren im Einsatz. In Brandstatt arbeiten die Einsatzkräfte daran, weiteren Ölaustritt zu verhindern.

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