Arbeiterkammer Eferding zieht positive Bilanz

AK-Bezirksstellenleiter Werner Wagnest und Stv.-Direktor Franz Molterer ziehen eine positive Bilanz
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EFERDING (fui). Trotz der günstigen Entwicklung in der Wirtschaft – niedrige Arbeitslosigkeit und steigende Zuversicht – führte die Arbeiterkammer oberösterreichweit etwa 305.000 Beratungen durch und erkämpfte fast 70 Millionen Euro für ihre Mitglieder. "Die Berratung bleibt stabil auf hohem Niveau", erklärt der stellvertretende AK-Direktor Franz Molterer.
5.471 Personen wandten sich im vergangenen Jahr mit arbeits- und solzialrechtlichen Fragen an die AK Eferding. "Im Rahmen der Beratung kann dann festgestellt werden, ob Ansprüche offen sind. Wenn ja, stellen wir ein Forderungsschreiben im Namen unseres Mitglieds", erklärt AK-Bezirksstellenleiter Werner Wagnest. Insgesamt 53 Fälle konnten außergerichtlich geklärt werden, dabei wurden 130.370 Euro an vorenthaltenen Entgelten eingeholt. "Seit Inkrafttreten des Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetzes am 1. Jänner 2017 stellen wir fest, dass Verstöße gegen das Arbeitsrecht von Unternehmen lieber außergerichtlich geklärt werden", so Molterer. Dennoch landeten 13 Fälle in Eferding vor einem Gericht. Häufigster Grund waren Differenzen bei der Endabrechnung oder beim laufenden Gehalt. Die meisten Vertretungen erfolgen während oder nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. "Darum ist es wichtig, dass für jeden Monat Lohnzettel vorliegen. So lassen sich Leistungen und etwaige rechtliche Aspekte zweifelsfrei klären". meint Werner Wagnest. Nach wie vor würden viele Betriebe ihren Mitarbeitern keine Monats-Lohnzettel ausfertigen. Ein Jahreslohnzettel ist zu wenig detailliert. Die Erfolgsquote der AK liegt bei 85 - 90 Prozent der Fälle.

Gewalt an Lehrlingen

2017 gab es bei der AK Eferding gleich drei Fälle, in denen die Rechte von Lehrlingen massiv missachtet wurden. So wurde ein angehende Restaurantkauffrau kurz nach Abschluss ihrer Lehre von ihrem Vorgesetzten genötigt, dass Lehrverhältnis vorzeitig abzubrechen. In zwei Fällen wurden die Lehrlinge auch körperlich mit Schlägen misshandelt. "Das sind wirklich die krassesten Übertretungen und das erleben wir zum Glück sehr selten", meint Wagnest. Im Fall eines Lehrlings, der von seinem Ausbilder Schläge kassierte, suchte auch die Geschäftsführung des Konzerns das Gespräch. "Gemeinsam mit dem Unternehmen, dem Lehrling und Eltern wurde nach einer Lösung gesucht. Die Geschäftsführung wollte den Lehrling unbedingt behalten und auch der freute sich, seine Ausbildung fortsetzen zu können. Daran sieht man, wie wichtig Kooperation ist", so Wagnest.

Die Arbeiterkammer in Eferding ist Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 16 Uhr und Freitag von 7.30 bis 13.30 unter 050/6906 4211 erreichbar. 
Zusätzlich wird auf der Homepage www.fragdieak.at kostenlose und vertrauliche Hiilfe via Rückruf, E-Mail oder WhatsApp. Speziell letzteres wird vor allem von Jugendlichen gerne genutzt.

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