So Produktiv sind Grieskirchen und Eferding

AKOÖ-Präsident Johann Kalliauer und Werner Wagnest, Leiter der AK-Eferding präsentierten den Leistungsbericht.
  • AKOÖ-Präsident Johann Kalliauer und Werner Wagnest, Leiter der AK-Eferding präsentierten den Leistungsbericht.
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BEZIRK. Die Arbeiterkammer stellte die Leistungsbilanz für der Beschäftigten in den Bezirken Eferding und Grieskirchen vor. In Eferding liegt die Erwerbsquote bei 80,4 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt und ist die höchste aller oberösterreichischen Bezirke. Grieskirchen liegt hier mit 77 Prozent knapp über dem OÖ- Durchschnitt. In beiden Bezirken ist etwa ein Drittel aller Erwerbstätigen teilzeitbeschäftigt. Mehr als die Hälfte der Teilzeitbeschäftigten sind dabei Frauen. Darüber hinaus ist der Arbeitsmarkt zwischen den beiden Geschlechtern geteilt: Während ein beträchtlicher Teil der Männer (47,5% in Grieskirchen; 44%in Eferding) in der Sachgüterproduktion arbeitet, sind drei Viertel der Frauen im Dienstleistungssektor tätig. Die wichtigsten Branchen in den beiden Bezirken sind die Herstellung von Waren, der Handel und das Gesundheits- und Sozialwesen. Fast die Hälfte aller Arbeitsplätze entfällt auf diese drei Sparten.

Beschäftigte im Bezirk sind überaus produktiv – bei unterdurchschnittlicher Bezahlung.
Anhand 30 ausgewählter Unternehmen in Eferding und Grieskirchen wurde die Produktivität der Beschäftigten berechnet. Nach Abzug der Personalkosten erwirtschaftete jeder Mitarbeiter in Eferding durchschnittlich 20.000 Euro, in Grieskirchen durchschnittlich 24.000 Euro. Das Einkommen in den beiden Bezirken liegt dafür unter dem OÖ-Median: Die Beschäftigten in Grieskirchen kommen mit einem mittleren Bruttoeinkommen von 2076 Euro auf Platz 12 unter den Bezirken in OÖ. In Eferding liegt das durchschnittliche Bruttoeinkommen bei 1859 Euro pro Monat auf Platz 16. Etwa ein Drittel aller Erwerbstätigen verdiente trotz Vollzeitbeschäftigung weniger als 1700 Euro brutto. Zusammen zahlten die Eferdinger und Grieskirchner Beschäftigten im Jahr 2015 fast 220 Millionen Euro an Lohnsteuer.

40 Millionen Überstunden in OÖ
In ganz Oberösterreich leisteten die Beschäftigten mehr als eine Milliarde Arbeitsstunden. Davon waren 40 Millionen Mehr- oder Überstunden von denen ein Fünftel weder mit Zeit noch Geld abgegolten wurde. Diese unbezahlten Überstunden entsprechen der Leistung von 4700 Arbeitsplätzen.

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