08.10.2014, 20:00 Uhr

Bürgerbeteiligung ist gefragt

Sind sich einig: Mostlandl-Obmann Martin Dammayr (2. v. l.), Stellvertreter Kurt Kaiserseder (2. v. r.) sowie die beiden Regionalmanager Ursula Kühberger und Franz Augustin. (Foto: Mostlandl Hausruck)

Mostlandl und Hausruck Nord machen gemeinsame LEADER-Sache, Regef bleibt solo.

BEZIRK (mak). Anstatt wie bisher 24 Regionen werden in der neuen Leaderperiode bis 2020 nur mehr etwa 18 in Oberösterreich als Regionalverbände gefördert. Deshalb bewerben sich die Regionen Hausruck Nord und Mostlandl diesmal gemeinsam. Man verspricht sich dadurch bessere Chancen, um auch weiterhin aus dem EU-Fördertopf für Regionalentwicklungsprojekte naschen zu können. „Die Themen, die uns beschäftigen, sind ja außerdem sehr ähnlich“, so Mostlandl-Managerin Ursula Kühberger. Die bisherigen Mitgliedsgemeinden dürften großteils weiterhin mit an Bord sein, wenn auch noch ein paar Gemeinderatsbeschlüsse ausständig sind. Vom Mostlandl zum Eferdinger Regionalentwicklungsverband verabschiedet hat sich St. Marienkirchen. Nicht mehr dabei sein wird außerdem Kematen. Die VP-Gemeinderäte sind zwar für eine Beteiligung, jedoch fehlt ihnen die absolute Mehrheit.
„Die Grundsatzstrategie für die Region muss bis Ende dieses Monats stehen“, sagt Martin Dammayr, der künftig der ganzen Region als Obmann vorstehen soll. Hausruck-Nord-Obmann Kurt Kaiserseder wird sein Stellvertreter. Weiter in ihren Funktionen als Regionalmanager bleiben auch Ursula Kühberger und Franz Augustin. In den vergangenen Monaten waren die Regionalmanager unterwegs, um in der Bevölkerung Ideen für die neue LEADER-Strategie einzusammeln. „Mit der Beteiligung sind wir zufrieden. Natürlich kann es immer mehr sein“, so Dammayr.
Die Strategie bis 2020 fußt auf den drei Bereichen regionale Wertschöpfung, kulturelles Erbe und natürliche Ressourcen sowie Gemeinwohl. Unter anderem will man Schaubetriebe etablieren und so Tagestouristen in die Region locken, die Direktvermarktung von bäuerlichen Produkten ankurbeln oder den generationsübergreifenden Austausch fördern. „LEADER baut darauf auf, dass sich die Region auf ihren Stärken basierend entwickelt. Die Fördergelder sind als Starthilfe für regionale Projekte zu sehen“, erklärt Dammayr.

BEZIRK EFERDING. Aus der geplanten Zusammenlegung der Regionalentwicklungsverbände Eferding und Wels-Land wird nichts. „Ich sehe dennoch gute Chancen für Eferding. Unsere Schwerpunkte hatten wir bereits vor den Gesprächen mit Wels-Land festgelegt. Wir haben in 19 Themenabenden und Workshops unsere Strategie gut aufbereitet“, sagt Regionalmanagerin Susanne Krein-ecker.
Mit 13 teilnehmenden Gemeinden sei die Region Eferding zudem nicht die kleinste, die als LEADER-Region anerkannt werden will. Welche Themen konkret die Strategie umfasst, will Kreinecker vor der nächs-ten Generalversammlung am 21. Oktober aber noch nicht verraten. Schwerpunkte sind jedoch die Gemüseregion, der Naturpark Obst-Hügel-Land, der Tourismus und die Kultur – Kultur besonders im Hinblick auf die Landesausstellung 2022, die Eferding gemeinsam mit Peuerbach austragen wird.
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