02.02.2012, 06:00 Uhr

Kalb "Babsi" starb an Lungenentzündung: „Wir waren alle recht traurig“

Josef und Maria Wöß werden sich gerne an die zweiköpfige „Babsi“ zurückerinnern. (Foto: Pointinger)

Das zweiköpfige Kalb „Babsi“ ist am Donnerstag, 26. Jänner an einer Lungenentzündung gestorben. In Zukunft wird das Kalb voraussichtlich im Pathologiemuseum im Wien zu sehen sein.

STROHEIM (bea). „Es hat uns leid getan, dass das Kalb gestorben ist“, sagt Landwirt Josef Wöß. Auch Tierärztin Barbara Hager hatte die zweiköpfige „Babsi“ sehr ins Herz geschlossen: „Wir waren alle recht traurig und hatten gehofft, dass sie es schafft. Wir hätten auch versucht sie noch zu behandeln. Aber dann ging alles recht schnell.“
Nach ihrem Tod wurde „Babsi“ nach Mödling in die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) gebracht. Dort stellten Experten ihre Todesursache fest. Kalb „Babsi“ starb an einer Lungenentzündung. Vermutlich ist beim Trinken Milch oder Schleim in die Luftröhre gekommen und anschließend in die Lunge gelangt. „Außerdem wurde festgestellt, dass Babsi zwei Großhirne und ein Kleinhirn hatte. Ein Detailbericht liegt aber derzeit noch nicht vor“, sagt Tierärztin Barbara Hager.
Im Radio wurde vergangene Woche fälschlicherweise berichtet, dass „Babsi“ an einer Seuche gestorben sei. „Das ist totaler Unsinn“, stellt Josef Wöß klar. „Babsi“ wurde in Mödling auf den Schmallenbergvirus untersucht. „Das Ergebnis der Untersuchung war negativ“, berichtet Tierärztin Hager. Nun soll „Babsi“ präpariert werden. „Voraussichtlich wird sie künftig im Pathologiemuseum in Wien ausgestellt“, verrät die Tierärztin. Für sie wird „Babsi“ immer etwas ganz Besonderes bleiben: „Es war auch sehr schön, dass sich Familie Wöß so um das zweiköpfige Kalb gekümmert und gesorgt hat. Diese Bauernsleute sind sehr um das Wohl ihrer Tiere bemüht. Ich fahre immer gerne zu diesem Hof. Denn da werde ich nicht erst angerufen, wenn es ohnehin schon zu spät ist“, sagt Hager. Ihr Dank gilt auch ihrem Chef Josef Mucken-
humer aus St. Agatha, der sie in den vergangenen Wochen beim „Fall Babsi“ stark unterstützt hat.
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