04.09.2014, 18:00 Uhr

Kleines Unternehmen erobert die Welt

Das Jungunternehmen MKWE aus Weibern unterstützt Landwirte bei der Tierhaltung rund um den Globus.

WEIBERN (hb). Die MKW electronics GmbH wurde im Jahr 2009 mit dem Ziel gegründet, innovative Produkte für die Nutztierhaltung zu entwickeln. Geschäftsführer Wolfang Auer erkannte durch seine Beschäftigung bei einem international tätigen Hersteller für Stalleinrichtungen den Marktbedarf. "Auch meine Erfahrungen im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb waren Grundstein für die Idee zu SMARTBOW®", erklärt der Gründer.

Modernste Technik
Über eine Ohrmarke können Tiere in Echtzeit lokalisiert werden. Des Weiteren werden Aktivitäten wie das Wiederkäuen der Kühe rund um die Uhr überwacht. Ist ein Tier krank oder ändert es sein Verhalten, werden Landwirte auf Smartphone oder PC verständigt. Eine Brunsterkennung senkt zusätzlich den Aufwand und die Kosten pro Tier. "Ziel ist es, dem Landwirt nur das anzubieten, was er wirklich braucht", erklärt Marketingleiterin Alexandra Berger. Derzeit ist die MKWE das einzige Unternehmen weltweit, das eine Kombination dieser Funktionen bietet. Aus Marketingsicht ist die größte Herausforderung, das High-Tech-Produkt so darzustellen, dass auch Nicht-Techniker den Nutzen hinter der Technologie verstehen.

Aufwändige Entwicklung
Fünf Jahre wurde das Produkt für Milchviehbetriebe entwickelt. In Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen wurde laufend Marktfeedback für die Weiterentwicklung eingeholt, bis es 2013 in den Markt eingeführt wurde. "Das Entscheidende bei der Gründung ist, sich klare Ziele zu setzen, diese einzuhalten und den Zeitpunkt des Markteintritts nicht zu verpassen", sagt Auer.

90 Prozent Exportanteil
In Weibern konnten mittlerweile 25 Arbeitsplätze geschaffen werden, doch das Unternehmen wächst stetig. Derzeit beliefert die MKWE Betriebe in Österreich und Deutschland direkt. Doch auch in der Türkei, Dänemark, Schweden und in den USA ist die MKWE vertreten. "Größere Tierherden sind häufiger im Ausland", erklärt Berger den hohen Exportanteil. Die Schwierigkeit beim Export ist, dass jedes Land anders ist und das Produkt nicht 1:1 von Österreich übertragbar ist. "Das Wichtigste ist eine umfassende Marktpotenzialanalyse zu Beginn", rät Berger. Ziel des nächsten Jahres ist es, das Wiederverkäufernetzwerk in Europa und den USA auszubauen. Geplant sind zudem eine Ausweitung der Exportmärkte auf Skandinavien, England und Osteuropa.
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