11.10.2017, 15:17 Uhr

Werkserweiterung der Maisstärkefabrik in Aschach eröffnet

Bezirkshauptmann Christoph Schweitzer, Agrana-Aufsichtsrat Erwin Hameseder, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Bürgermeister von Aschach Friedrich Knierzinger und Agrana-Vorstand Johann Marihart eröffneten die neue Anlage.

Landeshauptmann Thomas Stelzer eröffnete mit zahlreichen Ehrengästen das neue Werk.

ASCHACH (fui). Im März letzten Jahres erfolgte der Spatenstich für die Werkserweiterung der Agrana-Maisstärkefabrik in Aschach. Etwa 80 Millionen Euro wurden in den Standort investiert und 25 weitere Arbeitsplätze geschaffen. Damit steigt die Verarbeitungskapazität des Werks auf 1.500 Tonnen Mais pro Tag. 
"Seit 1990 hat sich die Nachfrage für Maisstärke mehr als verzehnfacht. Vor allem seit dem EU-Beitritt und der Ostöffnung, ist der Markt stark gewachsen, und damit auch der Standort Aschach", erklärt Johann Marihart, Vorstandsvorsitzender der Agrana. Beliefert wird das Werk in Aschach nicht nur von Österreichischen Produzenten. Auch aus der Slowakei und Ungarn werden Rohstoffe per Schiff und Bahn angeliefert. "Österreichweit haben wir einen Rohstoffbedarf von etwa 1,4 Millionen Tonnen Mais pro Jahr, der etwa zur Hälfte von heimischen Produzenten gedeckt wird. Darüber hinaus ist der von uns verwandte Mais ausschließlich gentechnikfrei. Das ist zwar nicht leicht, aber wir sind stolz darauf", so Marihart weiter.

Wertschöpfung in der Region

Am Werk in Aschach beschäftigt die Agrana 280 Mitarbeiter. Durch die Erweiterung wurden 25 neue Arbeitsplätze geschaffen. "So entsteht Wertschöpfung in der Region. Für jeden geschaffenen Arbeitsplatz entstehen drei bis vier weitere Stellen in vor- oder nachgelagerten Bereichen", so Marihart.
Landeshauptmann Thomas Stelzer, der die Werkserweiterung feierlich eröffnete, betont die Bedeutung derartiger Investitionen in den Standort Oberösterreich:  "Diese große Erweiterung kommt genau in einer Phase, in der es Aufschwung gibt und dieser Aufschwung auch wirklich spürbar wird – in Zuwachs von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen in der Region. Wir als Land und Gemeinden übernehmen eine wesentliche Verantwortung zur Gestaltung der Rahmenbedingungen. Einerseits durch Schaffung der nötigen Infrastruktur,  andererseits durch Bildungsangebote, für die Menschen. So bleibt die Innovationskraft im Land gesichert."

Werk Aschach

Seit 1936 wird in Aschach Stärke produziert. Zu Beginn aus Kartoffeln, 1958 erfolgte der Umstieg auf Maisstärkeproduktion. Seitdem hat sich die Kapazität der Maisstärkefabrik verzehnfacht. Etwa die Hälfte der hergestellten Stärke-Produkte gehen in die Nahrungsmittelindustrie: Vor allem in Form von Zucker oder als Stabilisator, wie etwa in Pudding. Im technischen Bereich wird Stärke in Textilien und vor allem der Papierindustrie verwendet. Auch in der Kosmetik und in Medikamenten kommt Stärke zum Einsatz. Das Werk in Aschach verfügt auch über eine eigene Kläranlage. Diese ist groß genug, um das Abwasser einer Stadt mit knapp 300.000 Einwohnern zu klären.


Alle Fotos: Uibner/BRS
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