Schlaganfalltherapie: erste erfolgreiche „Thrombektomie“ des Burgenlandes

Anlaufstelle für Schlaganfallpatienten: das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt
  • Anlaufstelle für Schlaganfallpatienten: das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt
  • Foto: Tscheinig
  • hochgeladen von Christian Uchann

EISENSTADT. Eine Versorgungslücke der Schlaganfalltherapie wurde im Burgenland geschlossen: Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt wurde Ende Jänner erstmals eine sogenannte Thrombektomie durchgeführt. Dabei handelt es sich um das mechanische Entfernen von Blutgerinnseln im Gehirn mit einem Katheter.

Reibungsloser Eingriff

Der Eingriff verlief reibungslos und etwaige großflächige Hirnschäden konnten bei der 85-jährigen Patientin vermieden werden. Dank dem schnellen Handeln aller Beteiligten vergingen von der Hubschrauberlandung bis zum eigentlichen Eingriff lediglich 45 Minuten.
„Ich bin sehr stolz auf die Leistung unserer Primarii und deren Teams und hoffe, dass in Zukunft noch vielen weiteren Schlaganfallpatienten in Eisenstadt mit einer Thrombektomie geholfen werden kann“, so Direktor Robert Maurer.

Kooperation Radiologie und Neurologie

Mit Prim. Dr. Martin Wehrschütz, MBA (Radiologie) wurde im Vorjahr ein Spezialist auf dem Gebiet der Neroradiologie nach Eisenstadt geholt, der nun in Kooperation mit Prim. Priv.-Doz. Dr. Dimitre Staykov (Neurologie) die erste Thrombektomie des Burgenlandes durchgeführt hat.

Was ist eine Thrombektomie?

Spezialisierte Neuroradiologen schieben von der Leiste aus eine Katheter bis an die Stelle des Gehirns, wo das Blutgerinnsel eine Arterie blockiert hat. Der Katheter durchbohrt den Thrombus (das Gerinnsel) und umschließt das Gerinnsel mit einem Stent wie ein Drahtkäfig. Anschließend kann es über einen Hohlkatheter abgesaugt werden. Diese Behandlungsmethode wurden in den vergangenen Jahren so weit verfeinert, dass fast 90 Prozent der Gefäße wieder eröffnet werden können.

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