Krankenhaus Eisenstadt
Aufregung nach zwei Suizid-Fällen

Im Krankenhauses Eisenstadt wehrt man sich gegen die Vorwürfe.
  • Im Krankenhauses Eisenstadt wehrt man sich gegen die Vorwürfe.
  • Foto: Tscheinig
  • hochgeladen von Christian Uchann

Nach zwei Suizid-Fällen ist das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder mit schweren Vorwürfen von Angehörigen konfrontiert. In einem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. Die Leitung des Krankenhauses weist die Anschuldigungen zurück.

BURGENLAND. Die Staatsanwaltschaft untersucht den Suizid eines 52-jährigen Psychiatriepatienten. Wie der ORF Burgenland berichtet, sprang der Mann, der im obersten Stock des Gebäudes untergebracht war, nach sechs Tagen im Spital aus dem Fenster.

„Es hätte anders ablaufen können“

Aufgrund der Corona-Krise sei die Psychiatrie im Erdgeschoss teilweise gesperrt. Deshalb sei der Mann nicht in der Psychiatrie, sondern in der Chirurgie im obersten Stock untergebracht worden. Im ORF-Interview meinte die Gattin des Mannes, „dass es anders ablaufen hätte können.“

„Kein effektiver Fehler des Spitals“

Für Martin Wehrschütz, den ärztlichen Direktor des Krankenhauses, könne man nach der internen Aufarbeitung des Falles feststellen, „dass ein effektiver Fehler seitens des Spitals nicht erkennbar sei“. Der Patient habe eine „vollumfassende psychiatrische Behandlung bekommen“, die lege artis (vorschriftsmäßig, Anm. d. Red.) erfolgt sei“, so Wehrschütz im ORF-Interview.

Zweiter Fall

Ein zweiter Suizid-Fall ereignete sich – laut ORF-Bericht – drei Tage vor diesem tragischen Ereignis – ebenfalls in der psychiatrischen Abteilung. Eine 33-jährige Frau konnte unbemerkt die Station und das Spital verlassen. Die Mutter erzählte im ORF-Interview, dass ihr nicht mitgeteilt wurde, dass ihre Tochter abgängig war. „Es ist dann eine Polizeistreife gekommen und hat mit mitgeteilt, dass meine Tochter tot ist“, so die Mutter, die die Patientenanwaltschaft eingeschaltet hat.
Der ärztliche Leiter des Krankenhauses wies darauf hin, dass klar kommuniziert worden sei, in welchem Bereich sich die Frau bewegen darf und in welchem nicht: „Man muss ganz klar sagen: Gott sei Dank ist die Psychiatrie des 21.Jahrhunderts kein Gefängnis.“

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