Baumkontrolleur in Eisenstadt unterwegs

Die Stadtgemeinde Eisenstadt führt im Stadtgebiet seit 2010 und im Schlosspark seit 2012 einen Baumkataster. Durch die erhöhten Anforderungen an Städte und Gemeinden sind immer wieder Adaptierungen vorzunehmen.

Der Baumkataster erfasst den Baumbestand und die Vitalität der Bäume, um dadurch einen langlebigen Baumbestand zu schaffen.

„Durch die gesetzliche Auflage, wonach Kommunen und Genossenschaften für ihre Bäume eine erhöhte Sorgfaltspflicht haben, müssen auch die Wirtschaftsbetriebe der Stadt reagieren und die Mitarbeiter bestens schulen und mit entsprechenden Gerätschaften ausstatten“, erklärt Bürgermeister Mag. Thomas Steiner. Im Stadtgebiet von Eisenstadt sind rund 2000 Bäume erfasst. Sie stehen auf Grund der Freistadt Eisenstadt, öffentlichem Gut, in den Gärten von Schulen, Kindergärten usw.

Im Schlosspark, der von den Mitarbeitern der Stadt gepflegt und erhalten wird, befinden sich etwa 8000 Bäume, von denen 1000 entlang aller Wege, des Orangerieparterres und des Kinderspielplatzes kontrolliert werden. Auf diesen Bereich müssen die Mitarbeiter besonderes Augenmerk legen, weil hier sehr viel alter Baumbestand vorzufinden ist. Viele Bäume sind mehr als 100 Jahre alt, einige sogar mehr als 200.

Thomas Tinhof, Baumkontrolleur und Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe der Stadt, befindet sich gerade in der Endphase der Ausbildung zum „zertifizierten Baumkontrolleur der ISA Austria“. Er hat bereits in den Städten Wien, Graz und Linz bei deren Baumkontrolleuren Praxis sammeln können. Um den gesetzlichen Vorgaben noch besser gerecht zu werden, wurde ihm für die Zeit seiner Kontrollen ein spezielles Fahrzeug zur Verfügung gestellt und für die effizientere Aufnahme vor Ort ein Tablet mit GIS- Zugang angeschafft.

Der Baumkontrolleur führt regelmäßige Sichtkontrollen durch und nimmt die sorgfältige optische und fachkundige Beurteilung eines Baumes vor. Beurteilt werden dabei Standort, Wurzelbereich, Stammfuß u. Stamm, Krone, Stark- & Feinäste, Höhlungen, Morschungen, Aufgrabungen durch Bauarbeiten usw.

Je nach Bedarf werden Maßnahmen wie Kroneneinkürzung, Totholzentfernung, Lichtraumprofil, Einbau einer Kronensicherung oder Kronenauslichtung eingeleitet.

Weiterführende Untersuchungen sind etwa Zugversuch, um die Standfestigkeit zu prüfen, Einsatz eines Resistographen für die grafische Darstellung der Restwandstärke usw.

Ist die Kontrolle abgeschlossen, wird der Termin für die nächste Überprüfung festgelegt. Welche Kontrollintervalle veranschlagt werden entscheidet der Baumkontrolleur, Bäume mit Mängel werden alle 3 Monate kontrolliert, wird ein Baum als verkehrssicher eingestuft dann erfolgt die Kontrolle einmal im Jahr.

„Auch wenn es bei der Kontrolle des Baumbestandes nie eine hundertprozentige Sicherheit geben kann, so wird doch stets alles unternommen, um mögliche Gefahren hintanzuhalten“, betont der Leiter der Stadtgärten, Gärtnermeister Josef Kornfeld.

Wo: Landeshauptstadt, Eisenstadt auf Karte anzeigen
Autor:

Sebastian Handler aus Eisenstadt

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