Bezirk im Visier zweier Betrugswellen

Ein Computervirus sowie Betrugsrechnungen geistern derzeit durch den Bezirk. (Symbolfoto)
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  • hochgeladen von Franz Tscheinig

EISENSTADT. Derzeit rollen zwei Betrugswellen über den Bezirk. Im Visier: Heimische Winzer und Konsumenten. Die Wirtschaftskammer warnt.

Bestellungen aus Großbritannien

In der Wirtschaftskammer Burgenland kommt es derzeit vermehrt zu Anfragen von heimischen Weinhändlern und Winzern, die Bestellungen von größeren Mengen nach Großbritannien hinterfragen, wie es in einer Aussendung der Wirtschaftskammer heißt.

Erste Fälle bereits aufgedeckt

Die ersten Fälle von Identitätsmissbrauch seien bereits aufgedeckt worden: Anfragen an das AußenwirtschaftsCenter in London hätten ergeben, dass die Identität von renommierten Firmen missbraucht wird. Es gibt zwar das Unternehmen, allerdings sind die Kontaktdaten gefälscht. Betrüger nutzen den Firmennamen eines existierenden Unternehmens, um eine Warenlieferung an eine andere Adresse zu erschleichen.

Gewissheit durch Anfrage

„Gewissheit, ob eine Bestellung echt ist, erhalten Sie nach einer Anfrage beim zuständigen AußenwirtschaftsCenter der Wirtschaftskammer. Nur so kann sichergestellt werden, ob die entsprechende Kontaktperson in diesem Unternehmen existiert. Wir stellen gerne den Kontakt her und unterstützen bei der Überprüfung der Echtheit der Bestellung“, bietet Peter Wrann, Leiter der Abteilung Außenwirtschaft Burgenland, an.

Zweite Betrugswelle

Burgenlands Bestatter warnen auch von einer zweiten Betrugswelle: Konsumenten erhalten demnach eine E-Mail eines burgenländischen Bestattungsunternehmens. Diese beinhalte eine Rechnung sowie einen Virus, der den Computer lahm legt.
„Einem aufmerksamen Kollegen ist das jetzt aufgefallen, dass hier in seinem Namen fingierte E-Mails verschickt werden. In Wirklichkeit dürfte es sich aber um eine neue Finte von pietätlosen Betrügern handeln", warnt der Innungsmeister der burgenländischen Bestatter, Franz Nechansky.
Der Fall werde nun von der Kriminalpolizei untersucht. „Sollte jemand verdächtige E-Mails erhalten beziehungsweise unsicher hinsichtlich einer Nachricht sein, kann man sich an die Bestatter-Innung oder auch an die nächste Polizeidienststelle wenden", rät Nechansky.

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