Einrichtungen geschlossen, aber Behördenbetrieb besteht
Corona: Maßnahmenpaket der Stadt Eisenstadt

Eisenstadt ist nicht nur als Gemeinde gefordert, sondern auch als Bezirksverwaltungsbehörde. Als die mit Abstand größte Schulstadt im Land und als jene Stadt mit den meisten Kinderbetreuungseinrichtungen, ist es notwendig, eine besonnene und gute Koordination zu gewährleisten.

Der Erlass der österreichischen Bundesregierung regelt, welche Einschränkungen ab sofort für Menschenansammlungen gelten. Konkret bedeutete dies, dass alle Veranstaltungen bei denen mehr als 100 (Indoor) bzw. 500 (Outdoor) Personen zusammenkommen, untersagt sind. Zu beachten ist, dass dabei die tatsächlich anwesende Personenanzahl (inkl. Personal) auschlaggebend ist und nicht das theoretische Fassungsvermögen einer Veranstaltungsörtlichkeit.

Die Vorgaben der Bundesregierung sind klar, diese werden natürlich auch umgesetzt. „Alles was nicht notwendig ist, soll unterlassen werden“, ist Bürgermeister Thomas Steiner überzeugt und führt weiter aus: „Im Vordergrund steht, dass wir jetzt besonnen und mit der gebotenen Vorsicht handeln. Ziel ist es, gemeinsam alles zu tun, um die Ausbreitung so gering wie möglich zu halten.“

1. Vizebürgermeister Istvan Deli ergänzt: „Diese außergewöhnliche Situation erfordert außergewöhnliche Maßnahmen. Daher bitten wir auch die Bevölkerung, die gesetzten Maßnahmen mitzutragen und die Situation nicht zu verharmlosen. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, die Risikogruppen – also Menschen über 70 Jahre bzw. mit Vorerkrankungen – besonders zu schützen. Jeder von uns kann einen Beitrag dazu leisten.“

Auch 2. Vizebürgermeisterin Lisa Vogl ist überzeugt, „dass die umfangreichen Maßnahmen notwendig sind. Die Einschnitte erscheinen auf den ersten Blick zwar sehr drastisch, sind aber notwendig, um die Verbreitung des Virus hintanzuhalten. Wir sind alle dazu angehalten soziale Kontakte zu minimieren und auf das Notwendigste beschränken. Gemeinsam können wir vieles bewegen.“

Weitere Schritte seitens der burgenländischen Landeshauptstadt

Über die mittlerweile durch Verordnung geregelten Maßnahmen hinaus, werden seitens der Stadt folgende Schritte gesetzt:

  • Alle Eigenveranstaltungen werden bis auf weiteres abgesagt (z.B. Flurreinigung, Wochenmarkt, Eröffnungen, usw.) und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
  • Alle öffentlichen Einrichtungen der Stadt schließen (Allsportzentrum inkl. Hallenbad, Sauna und Kunsteisbahnen, E_Cube, Generationenzentrum, Indoorspielplatz, Sporthallen, Stadtbücherei usw.). Es betrifft also Einrichtungen, die nicht unbedingt erforderlich sind und nicht für die Befriedigung von Grundbedürfnissen der Bevölkerung notwendig sind. Bis auf das Lokal „il bagnino“ haben alle anderen Pächter im Allsportzentrum (Frisör, Nagelstudio, Fitnessstudio und Massage) jedoch weiterhin geöffnet.
  • Der Betrieb im Rathaus wird weitergeführt. Jedoch wird darum gebeten, nur wirklich notwendige Behördengänge direkt vor Ort zu erledigen. Viele Amtswege können bereits online oder mittels Telefon abgewickelt werden.
  • Was die Kinderbetreuungseinrichtungen betrifft, hat die Stadt alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um diese auch gewährleisten zu können.
  • Jene Mitarbeiter des städtischen Dienstes, die Betreuungspflichten für Kinder unter 14 Jahren haben, erhalten bezahlten Sonderurlaub, wenn sie die Betreuung zuhause nicht anderweitig bewerkstelligen können. Von einer Betreuung durch Großeltern ist jedenfalls dringend abzuraten!
  • Alle Mitarbeiterinnen, die schwanger sind, erhalten bezahlten Sonderurlaub.
  • Der Dienstbetrieb muss aber jedenfalls gewährleistet sein, das bedeutet, dass für alle anderen Mitarbeiter eine Urlaubssperre gilt.
  • Der Stadtbus wird weiter betrieben. Aber auch hier gilt aber der Appell an die Bevölkerung, nur dann die vier Linien zu benützen, wenn es unbedingt erforderlich ist.

Dieses Maßnahmenpaket der Stadt kann in den nächsten Tagen noch erweitert werden. „Wir warten hier noch die entsprechenden Erlässe der österreichischen Bundesregierung ab und beobachten die weiteren Entwicklungen sehr genau, um die Lage stets neubewerten zu können“, so Bürgermeister Steiner abschließend.

Autor:

Sebastian Handler aus Eisenstadt

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