Weitere Coronavirus-Maßnahmen
Covid-19-Verdachtsfälle bereits beim Krankenhaus-Eingang erkennen

Ab 19. März gelten neue Zugangsregeln in Burgenlands Spitälern.
  • Ab 19. März gelten neue Zugangsregeln in Burgenlands Spitälern.
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  • hochgeladen von Franz Tscheinig

Ab 19. März wird beim Zugang zu allen fünf burgenländischen Spitälern eine sogenannte Ersttriage durchgeführt. Damit sollen Covid-19-Verdachtsfälle frühzeitig erkannt werden.

BURGENLAND. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt wird die Ersttriage von Patienten sowie deren Angehörigen in der Eingangshalle umsetzen. Dabei teilt man im Prinzip nach Verdachtsfall und Nicht-Verdachtsfall ein.

Erstabklärung in der Aula

Jede Person, die das Krankenhaus über den zentralen Eingang betritt, wird gleich in der Aula nach einem Standard-Fragebogen abgeklärt. Verdachtsfälle, die eine stationäre Behandlung im Spital benötigen, können danach aufgenommen werden. Milde Verdachtsfälle werden – in Absprache mit der Behörde – in Heimquarantäne entlassen.

Eigener Zugang für Spitals-Mitarbeiter

Der Haupteingang soll nur mehr von Patienten, zugelassenen Besuchern und notwendigen Begleitpersonen benutzt werden. Schwangere und Kinder und ihre Begleitperson werden noch vor dem Hauteingang von Mitarbeitern des Security-Dienstes ersucht, zu einem separaten Krankenhauseingang zu gehen. Die Mitarbeiter des Krankenhauses werden einen separaten Zugang nutzen.

Kontakte vermeiden

Robert Maurer, Gesamtleiter des Eisenstädter Krankenhauses, sagt dazu: „Unser oberstes Ziel ist und bleibt: Wir wollen Verdachtsfälle möglichst früh identifizieren und diese zielgerichtet weiter steuern. Wir wollen dabei die unnötigen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren oder am besten überhaupt vermeiden.“

Verdachtsfälle einschätzen

Auch die KRAGES-Krankenhäuser regeln die Zugänge über gesonderte Bereiche. Auf diese wird vor dem Eingang hingewiesen. Der von der KRAGES beauftragte Ordnungsdienst wird daher alle Personen, die die Spitäler in Oberwart, Oberpullendorf, Güssing und Kittsee betreten wollen, ersuchen sich zu diesen Bereichen zu begeben. Auch hier wird versucht, Verdachtsfälle einzuschätzen, noch bevor sie das Krankenhauses betreten. Je früher ein CoViD-19-Verdachtsfall auffällt, um so zielgerichteter kann sich das Personal darauf einstellen und richtig reagieren, damit sich niemand ansteckt.

Kann zur Wartezeiten kommen

Harald Keckeis, Geschäftsführer der KRAGES: „Uns ist bewusst, dass es zu ungewohnten Wartezeiten vor dem Spital kommen kann. Wir haben aber gerade in krisenhaften Zeiten als Spitäler eine besondere Verantwortung, unsere Patientinnen und Patienten, und auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Diese leisten derzeit gerade Unglaubliches und stehen im Fokus des Kampfes gegen das Coronavirus im Burgenland. Ich bin mir sicher, das ist ein paar Minuten Wartezeit wert.“

Nicht gleich ins Spital laufen!

Grundsätzlich gilt aber nach wie vor: Wer Symptome wie Husten, Atemnot, Halsweh und Fieber zeigt und sich zuvor in einem Risikogebiet – etwa in Ischgl, am Arlberg oder in Italien – aufgehalten hat, soll in jedem Falle zu allererst die Telefonnummer 1450 anrufen. Nach wie vor gilt: Zu Hause bleiben, bitte nicht gleich in ein Spital oder in eine Arztpraxis, mit den Expertinnen am Telefon die nächsten Schritte vereinbaren.

Autor:

Christian Uchann aus Eisenstadt

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