Ehrenbürgerschaft und Ehrenring der Freistadt Eisenstadt verliehen

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Am gestrigen Mittwoch, dem 4. November, wurden Frau Bürgermeisterin a.D. Andrea Fraunschiel, MA und Herrn Diözesanbischof Dr. Ägidius Zsifkovics die Ehrenbürgerschaft der Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt und Herrn 2.Vizebürgermeister a.D. Heinz Mock den Ehrenring der Stadt im Rahmen einer Festsitzung des Eisenstädter Gemeinderates verliehen.

Der Eisenstädter Gemeinderat fasste in seiner Sitzung vom 25. März 2015 den einstimmigen Beschluss, die drei obengenannten als Zeichen der Anerkennung für ihr Wirken im Interesse und zum Wohle der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger mit der Ehrenbürgerschaft bzw. dem Ehrenring auszuzeichnen. „Im heurigen Jubiläumsjahr war es uns ein großes Anliegen verdiente Persönlichkeiten der burgenländischen Landeshauptstadt zu ehren und auszuzeichnen“, erklärt Bürgermeister Mag. Thomas Steiner.

Ehrenbürgerin Bürgermeisterin a.D. Andrea Fraunschiel, MA

Andrea Fraunschiel startete nach der Gemeinderatswahl am 10. November 1992 ihre kommunalpolitische Laufbahn als Gemeinderätin der Freistadt Eisenstadt und war bis zu ihrem Ausscheiden am 15. November 2011 mehr als 19 Jahre Mitglied des Eisenstädter Gemeinderates. In dieser Zeit war sie Mitglied des Stadtsenates, 1. Vizebürgermeisterin und am 24. Jänner 2007 als erste Frau in das Amt des Eisenstädter Bürgermeisters gewählt wurde. Neben ihren kommunalpolitischen Funktionen war Andrea Fraunschiel auch Mitglied des Bundesrates und Landtagsabgeordnete.

Bürgermeister Steiner ist voll des Lobes für seine Amtsvorgängerin: „In all diesen Funktionen hat sie der Stadt und den Bürgerinnen und Bürgern gedient und viele Initiativen gesetzt, die letztlich zu der hohen Lebensqualität in Eisenstadt entscheidend beigetragen haben. Sie war es, die drei große und für die Menschen wichtige Lebensbereiche als ihre Schwerpunkte gewählt und konsequent verfolgt hat: Lebensqualität, Bildung und Generationen.“

Als langjährige Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Jugend und Sport war ihre Arbeit besonders von diesen Bereichen geprägt. Dies zeigte sich im Bereich der Bildung mit den umfangreichen Sanierungen und Ausbau der Städtischen Schulen in Eisenstadt, St. Georgen und Kleinhöflein oder auch bei den Kindergärten mit der Errichtung des Kindergartens am Ing. Alois Schwarz Platz. Im Bereich der älteren Generationen mit dem Bau des Pflegeheimes mit stationärer Betreuung, Kurzzeitpflege und Tagesbetreuung hat sie weit in die Zukunft gedacht und mit dem angrenzenden neuen Kindergarten ein über das Land hinausgehendes Vorzeigeprojekt „Generationenviertel“ realisiert.

Ein besonderes Anliegen war ihr auch die Jugend der Stadt. Die Errichtung eines neuen Skaterplatzes, das Nachhilfeprojekt mit der Dompfarre, der Start des Projekts E_Cube, das Jugendbeteiligungsprojekt E-Move seien hier nur beispielhaft erwähnt. In ihrer Zeit als Bürgermeisterin wurde der Sportentwicklungsplan erarbeitet, dem die Entscheidung zur Sanierung des Hallenbades, die Errichtung des Fußballplatzes in Kleinhöflein und viele andere Maßnahmen folgten.

Als Eisenstädterin eng verbunden ist Fraunschiel mit der Kultur unserer Stadt, insbesondere mit der Haydnpflege. Als Mitglied des Direktoriums der Burgenländischen Haydnfestspiele konnte sie auch am erfolgreichen „Haydn Jahr 2009“ mitwirken, in dem es den Festspielen gelungen ist, unsere Stadt nachhaltig kulturell und touristisch als Haydn-Stadt zu positionieren.

Viel Wert hat sie auch auf den weiteren Ausbau der Städtischen Infrastruktur gelegt. Der Ausbau der Kläranlage, der Hochwasserschutz, zahlreiche Platzgestaltungen und Straßenbauten bzw. auch die Schaffung von Parkraum am Krautgartenweg und am Hyrtlplatz zur Stärkung der Wirtschaft in der Innenstadt seien dazu erwähnt.

„Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stand immer der Mensch. Es war ihr stets ein wichtiges Anliegen, dass die Aufgabe der Bürgermeisterin und Kommunalpolitikerin nicht nur als politisches Amt zu sehen war, sondern dass bei ihrem Engagement das Gemeinwohl im Mittelpunkt stand. Der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt war ihr sehr wichtig“, so Bürgermeister Steiner bei der Festsitzung.

Ehrenbürger Diözesanbischof Dr. Ägidius Zsifkovics

Ägidius Johann Zsifkovics wurde am 16. April 1963 in Güssing geboren. Die Kindheit verbrachte er mit seinen Eltern Ägidius und Gertrude Zsifkovics und seiner Schwester Renate in der Gemeinde Hackerberg. Aus dem burgenlandkroatischen Teil der Diözese stammend, spricht Zsifkovics fließend Kroatisch, verfügt auch über Ungarischkenntnisse und über die humanistische Sprachausbildung in Latein und Altgriechisch.
Nach dem Besuch des bischöflichen Knabenseminars in Mattersburg und der Matura 1981 trat er in das Priesterseminar der Diözese Eisenstadt ein. Das Theologiestudium absolvierte er an der Universität Wien, unterbrochen durch ein Auslandsjahr in Zagreb. Nach Abschluss des Studiums empfing Zsifkovics am 29. Juni 1987 vom damaligen Diözesanbischof Stefan László im Eisenstädter Martinsdom die Priesterweihe.

Im Juli 2010 wurde er durch Papst Benedikt XVI. zum Nachfolger des Eisenstädter Bischofs Paul Iby ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 25. September 2010 in der Eisenstädter Domkirche St. Martin durch den Wiener Erzbischof Christoph Schönborn.

„Die Amtszeit von Ägidius Zsifkovics als Bischof von Eisenstadt markiert für die Landeshauptstadt Eisenstadt einen Abschnitt nachhaltiger kirchlicher Maßnahmen, die von kultureller, sozialer und seelsorglicher Bedeutung für die Stadt und ihre Bewohner sind“, erklärt Bürgermeister Steiner. So wurde beispielsweise das Haus St. Martin zu einem modernen Altenwohn- und Pflegezentrum um- und ausgebaut, ein neues Nutzungskonzept für das „Haus der Begegnung“ am Oberberg erarbeitet und die Seelsorge an der Eisenstädter Dom- und Stadtpfarrkirche in die Hände einer Ordensgemeinschaft der Kalasantiner gelegt.

Die Bestrebungen von Diözesanbischof Dr. Ägidius Zsifkovics, die Kirche als einen offenen und einladenden Raum für die Menschen anzubieten, werden auch in zahlreichen Überlegungen des Bischofs deutlich, mittels einer sinnvollen Durchwegung des Bischofsbezirkes sowie der Öffnung der Dombastei den Bedürfnissen einer sinnvollen Stadtentwicklung als Ausdruck des Gemeinwohls entgegenzukommen. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe zwischen Stadt und Diözese ist eine Frucht seines Wunsches nach weiterer gegenseitiger Öffnung und Bereicherung von Stadt und Diözese.

Ehrenring Vizebürgermeister a.D. Heinz Mock

Heinz Mock ist am 28. Feber 1965 in Eisenstadt geboren und in seiner Heimatstadt aufgewachsen. Nach seiner Pflichtschulausbildung hat Heinz Mock den Lehrberuf des Elektroinstallateurs gelernt, den er nach seinem Präsenzdienst auch noch einige Zeit ausgeübt hat. Seine Berufung fand er im Sport und im Schulwesen. Nach der Diplomsportlehrerausbildung und einigen Arbeitsjahren als Ski- und Tennislehrer im In- und Ausland ist Heinz Mock in den Schuldienst eingetreten. Von 2000 bis 2014 war er als Büroleiter des Amtsführenden Präsidenten des Burgenländischen Landesschulrates tätig. Seit Herbst 2014 ist Heinz Mock an der HAK Mattersburg – Fußballakademie als Projektleiter für Bewegung und Sport tätig.

Nach der Gemeinderatswahl 1997 startete Heinz Mock seine Arbeit in verschiedensten politischen Bereichen der Stadt. Von 1998 bis 2000 übte er die Funktion des Prüfungsausschussobmannes aus. Ab dem Jahr 2000 war er bis zu seinem Austritt aus dem Gemeinderat im Jahr 2009 Mitglied des Stadtsenates, von 2002 bis 2009 2. Vizebürgermeister der Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt.

Die Schwerpunkte seiner politischen Arbeit für die Stadt lagen im Bereich Sport, Bildung, Jugend und Verkehr. Es war Heinz Mock immer wichtig über Parteigrenzen hinweg gemeinsam für Eisenstadt zu arbeiten. So konnte er unter anderem bei der Erneuerung der schulischen Infrastruktur mitwirken und arbeitete aktiv im damaligen Verein Jugendzentrum Eisenstadt mit. Bürgermeister Steiner: „In einer Arbeitsgruppe für Radverkehr, in der alle im Gemeinderat vertretenen Parteien mitwirkten, konnten Verbesserung für Radfahren erzielt werden. Dies führte auch zur Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer.“

Im Sportbereich waren ihm die Sanierung und die Erhaltung der städtischen Sportanlagen, die Unterstützung der Sportvereine und die Verbesserung der Angebote wichtig. Als Obmann des ASKÖ Eisenstadt war es Heinz Mock ein besonderes Anliegen über Privatinvestoren 2006 eine Traglufttennishalle zu errichten. Nach seinem Ausscheiden aus dem Gemeinderat ist Heinz Mock der Stadt als Vertreter der Sportvereine im Sportbeirat der Stadt treu geblieben.

Wo: Rathaus , 7000 Eisenstadt auf Karte anzeigen
Autor:

Sebastian Handler aus Eisenstadt

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