Eingebrochen im Eis – was ist zu tun

Am Steinbrunner See hielt die Wasserrettung Einsatzstelle Pöttsching eine Übung ab
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OGGAU. Auf dünnes Eis begab sich die Österreichische Wasserrettung bei Eisrettungsübungen am Neusiedler See und am Steinbrunner See. In Steinbrunn beübte die Einsatzstelle Pöttsching den Ernstfall, gemeinsam mit der ortsansässigen und Ruster Feuerwehr hielt die Einsatzstelle Oggau einen Eisrettungsworkshop am Neusiedler See ab.

Erfolgreiche Übungen

Mit unterschiedlichen Hilfsmitteln wurden in Oggau ins Eis eingebrochene Personen gerettet. Im Fokus stand ebenfalls das Thema Erste Hilfe. Denn eingebrochene Personen stehen aufgrund der Unterkühlung unter akuter Lebensgefahr.
In Steinbrunn wurden verschiedene Rettungstechniken und Gerätschaften getestet. Von einem Ast bis zum professionellen Spineboard gibt es viele Möglichkeiten zur Rettung. Bei größter Vorsicht ist bei Rettungsmaßnahmen vor allem Eile geboten.

Eingebrochen – Was tun?

Die Wasserrettung informiert über das Verhalten, sollte es zu einem Einbruch in das Wasser kommen.

Die Verunfallten
- Ruhe bewahren und nicht mit den Armen herumschlagen
- mit kräftigen Grätschstößen der Beine und durch Gewichtsverlagerung versuchen, wieder auf das Eis zu kommen
- aus dem Wasser: nicht aufstehen, sondern sich flach am Eis liegend in Richtung dickere Eisschicht schieben
- im Wasser gefangen: um Hilfe rufen und darauf achten, dass Helfer nicht aufrecht und ohne Hilfsmittel zur Einbruchsstelle kommen

Die Retter
- sich niemals in aufrechter Haltung der Unfallstelle nähern
- nie zu nahe an die Einbruchsstelle herangehen – immer Hilfsmittel verwenden
- beruhigend auf den Verunfallten einwirken
- niemals überhastet oder unüberlegt handeln

Die Ersthelfer
- den geborgenen möglichst wenig bewegen und nicht in eine aufrechte Position bringen (Bergetod durch Vermischung kaltes/warmes Blut)
- Kleidung außerhalb des Wassers entfernen
- Wärmezufuhr nur über Decken, Körperkontakt, Schlafsack, ... – nicht durch Reibung
- bei Bewusstlosigkeit keinesfalls warme Getränke einflößen oder in warmes Wasser tauchen
- Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen

Wie stark sollte das Eis sein

Die Eisdecke sollte eine Stärke von 7cm für einzelne Personen, für starken Besuch 10cm und für Fahrzeuge 18cm aufweisen. Stehende Gewässer frieren stärker zu als fließende Gewässer, auch ist die Tragfähigkeit bei seichten Gewässern höher als bei tieferen. Größere Gefahr besteht auch bei stehenden Gewässern durch Zuflüsse und unterirdischen Quellen. Man sollte niemals allein auf Seen unterwegs sein.

Die Eissituation am Neusiedler See

Am Steinbrunner See hielt die Wasserrettung Einsatzstelle Pöttsching eine Übung ab
Eisrettungsübung der Wasserrettung Einsatzstelle Oggau mit den Feuerwehren aus Rust und Oggau
Autor:

Hannes Gsellmann aus Eisenstadt

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