Einkaufsstraßen-Studie
Eisenstadt bei Barrierefreiheit mangelhaft

ÖZIV-Studie: Über 40 Prozent der Geschäfte in Eisenstadt Einkaufsstraßen sind nicht barrierefrei zu erreichen.
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  • hochgeladen von Michael Holzmann

Laut einer ÖZIV Einkaufsstraßen-Studie sind nur vier von zehn Eisenstädter Geschäfte stufenlos zugänglich.

EISENSTADT. In Eisenstadt wurden die Geschäftseingänge – insgesamt 111 Stück – in der Domgasse, am Domplatz sowie in der Fußgängerzone überprüft. Besonders negativ fiel das Ergebnis am Domplatz aus, wo nur sieben von 23 Eingängen stufenlos passierbar waren. Aber auch das Gesamtergebnis von 41,4 Prozent ist in Sachen Barrierefreiheit kein Ruhmesblatt für die Landeshauptstadt.

Vier Städte überprüft

Seit 2016 müssen öffentlich zugängliche Geschäftslokale nach dem Behindertengleichstellungs-Gesetz barrierefrei zugänglich sein. Die Realität hinkt dem Gesetz allerdings weit hinterher – Eisenstadt ist hier keine Ausnahme.
Bei der aktuellen Studie, die in der zweiten Jahreshälfte 2019 bis Jänner 2020 durchgeführt wurde, wurden die Landeshauptstädte St. Pölten, Innsbruck, Salzburg und Eisenstadt unter die Lupe genommen.

Platz drei von vier

Nur in Salzburg (40 Prozent) war das Ergebnis noch schlechter als in Eisenstadt. Am besten schnitt St. Pölten mit einer Barrierefreiheit von 61 Prozent ab.
In Eisenstadt wurden im Rahmen der Studie erstmals Daten erhoben, in den anderen Städten kam es in den letzten beiden Jahren kaum zu Verbesserung. Berauschend ist auch die Situation in der Bundeshauptstadt nicht. Im Vorjahr zählten 44,6 Prozent der Wiener Geschäfte stufenlose Eingänge.

Unterschied der Branchen

Große Unterschiede ergaben sich laut Studie auch im Branchenvergleich aller Städte. Einkaufszentren und der orthopädische Fachhandel sind durchwegs barrierefrei, ziemlich gut schneiden auch Banken und die Post ab. Schlusslicht ist die Körperpflege-Branche, in der die Studie auch die Friseure erfasst hat.

Kleinigkeiten machen Unterschied

Viele der überprüften Geschäfte verfügen über nur eine Stufe zwischen drei und 15 Zentimeter. Diese gelten ebenfalls nicht als barrierefrei. Die Stufen könnten jedoch mit wenig Aufwand – zum Beispiel durch Rampen – beseitigt werden. Oft wäre der Platz dafür vorhanden. In Eisenstadt trifft dies auf 12,6 Prozent der Geschäftslokale zu.

Über den ÖZIV Burgenland
Der ÖZIV Burgenland wurde 1978 als Interessensvertretung von und für Menschen mit Behinderungen gegründet. Ziel ist es, die selbstbestimmte und gleichberechtigte Lebensführung von behinderten Menschen zu ermöglichen. Das Angebot ist vielschichtig und reicht von der Beratung und Rechtsvertretung über Veranstaltungen, Hilfsmittelverleih, Sportangeboten bis hin zur Unterstützung von Unternehmen und Organisationen.

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