Landeshauptstadt bekennt sich zum fairen Handel
Eisenstadt wurde zur Fairtrade-Stadt ernannt

"Wir sind eine Fairtrade-Gemeinde", das kann Eisenstadt nun von sich behaupten.
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Eisenstadt wurde mit dem Titel Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. Dafür mussten von der Gemeinde verschiedene Maßnahmen gesetzt und Kriterien erfüllt werden.

EISENSTADT. Im Mai 2019 wurde im Eisenstädter Gemeinderat beschlossen, die Auszeichnung als Fairtrade-Stadt anzustreben. Dafür mussten fünf Kriterien erfüllt werden, bei denen auch der Weltladen in der Fußgängerzone eine zentrale Rolle spielte und die Stadt tatkräftig unterstützte. Am 16. Jänner 2020 war es dann soweit und die Stadt bekam offiziell den Titel "Fairtrade Stadt" verliehen.

Bekenntnis zu fairem Handel

"Mit beeindruckendem Engagement wurde die dafür notwendigen Maßnahmen Stück für Stück umgesetzt. Nach Graz, Salzburg und Linz ist Eisenstadt bereits die vierte Landeshauptstadt, die sich offiziell zum fairen Handel bekennt", freut sich Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich über den Einsatz der Gemeinden. "Beim fairen Handel geht es nicht um Almosen, sondern darum, dass die Menschen von ihrer Arbeit auch leben können und sich und ihrer Familie eine bessere Zukunft schaffen können. So wie wir uns das natürlich auch wünschen", erklärt er, worum es bei Fairtrade geht.

Der Weltladen und das Team des Weltladens in der Eisenstädter Fußgängerzone haben einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass der Stadt der Titel verliehen werden konnte.
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Fairtrade-Kaffee im Rathaus

Ein Kriterium zum erlangen der Auszeichnung ist das Bekenntnis zu Fairtrade. Dafür muss die Gemeinde Fairtrade-Kaffee und andere Produkte mit dem Fairtrade-Siegel bei ihren Sitzungen und in den Büros verwenden. Dieses Kriterium erfüllen in Eisenstadt mittlerweile auch einige andere Unternehmen:  So wird bereits auch im Burgenländischen Volksbildungswerk, im Architekturbüro Bichler-Kolbe, in der Esterhazy Privatstiftung und in der Bank Burgenland Fairtrade-Kaffe konsumiert. Die Bäckerei Waldherr setzt als Gastronomiebetrieb ein Zeichen. Dort können Gäste zwischen mehreren Fairtrade-Kaffeesorte wählen und auch Schokolade, Reis, Quinoa und Zucker mit dem Fairtrade-Siegel erhalten die Kunden in der Bäckerei.

Hartwig Kirner (li.), Geschäftsführer von Fairtrade Österreich überreicht Vizebürgermeister Istvan Deli (re.) die Fairtrade-Urkunde.
  • Hartwig Kirner (li.), Geschäftsführer von Fairtrade Österreich überreicht Vizebürgermeister Istvan Deli (re.) die Fairtrade-Urkunde.
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Fairtrade-Arbeitsgruppe

Bürgermeister Thomas Steiner freut sich über die breite Unterstützung und betont, dass im Rathaus mit guten Beispiel vorangegangen wird. "Wir verwenden nicht nur Fairtrade-Produkte, sondern haben natürlich auch eine Arbeitsgruppe, die sich laufend darüber Gedanken macht, wie Fairtrade noch stärker in Eisenstadt in den Fokus gerückt werden kann", so Steiner. 

Über 200 Fairtrade-Gemeinden in Österreich

In Österreich tragen bereits mehr als 200 Städte und Gemeinden die Auszeichnung von Fairtrade. Folgende fünf Kriterien müssen zum erlangen des Titels "Fairtrade-Gemeinde" erfüllt werden:

  • Die Gemeinde bekennt sich zu Fairtrade: Die Gemeinde verwendet Fairtrade-Kaffee und andere Produkte mit dem Fairtrade-Siegel bei Sitzungen, in Büros, Kantinen und bei Gemeindeveranstaltungen.
  • Engagement in der Faitrrade-Gruppe: Eine Gruppe, die sich regelmäßig trifft und an der Umsetzung und Weiterentwicklung der Ziele arbeitet. Der Gruppe muss zumindest ein politischer Vertreter der Gemeinde angehören.
  • Fairtrade-Produkte verfügbar machen: Fairtrade-Produkte sind in lokalen Geschäften leicht verfügbar und werden in lokalen Gastronomiebetrieben angeboten. 
  • Einsatz in der Gemeinde für Fairtrade-Produkte: Fairtrade-Produkte werden in Betrieben, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen usw. verwendet. 
  • Bewusstseinsbildung und Information: In der Gemeinde wird der faire Handel durch regelmäßige Berichterstattung in gemeindeneeigenen Publikationen, Aussendungen etc. und auch auf der Homepage zum Thema gemacht. Veranstaltungen werden organisiert und am Gemeindeamt und in anderen Einrichtungen wird mit Plakaten, Aufklebern, Flyern etc. auf Fairtrade aufmerksam gemacht.
Mattersburg zur "Fairtrade Gemeinde" ernannt

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