Erfolgreicher Auswanderer: "Es erweitert den Horizont"

Andreas (r.) und Thomas sind vor 13 Monaten nach Barcelona gezogen.
  • Andreas (r.) und Thomas sind vor 13 Monaten nach Barcelona gezogen.
  • Foto: Nieder
  • hochgeladen von Franz Tscheinig

BARCELONA/ST. MARGARETHEN (ft). Am 31. Mai 2017 begann für Andreas Nieder aus St. Margarethen ein neues Leben: Der 27-Jährige übersiedelte gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Thomas in die spanische Metropole Barcelona und erfüllte sich damit einen Kindheitstraum. Die Bezirksblätter sprachen mit dem Auswanderer über seine Erfahrungen, Probleme und Zukunftspläne. 

Bezirksblätter: Wann und warum hast du dich dafür entschieden nach Barcelona zu ziehen?
Andreas Nieder: Ich habe dieses Verlangen nach Abenteuern, fremden Kulturen und fremde Sprachen kennen zu lernen, seit ich denken kann. Ich habe immer mit dem Gedanken gespielt, ins Ausland zu ziehen. Es wurde dann Barcelona weil Thomas und ich uns bei Urlauben in Spanien in diese Stadt verliebt haben. Es zog mich einfach dort hin. Natürlich waren aber auch Dinge wie Wohnmöglichkeit, Jobs, Sprache und Visa ausschlaggebend und wichtig.

Welche positiven oder auch negativen Erfahrungen hast du bisher gemacht?
Ich habe ehrlich gesagt kaum negative Erfahrungen gemacht. Man lernt so viel über sich selbst und andere Dinge, wie die Sprache, Kultur und Bräuche. Es erweitert den Horizont und öffnet neue Türen. Ich habe beruflich eine ganz andere Richtung eingeschlagen und liebe es. Ich lerne jeden Tag neue Dinge. Menschen sind hier weit aus offener als im Burgenland. Es ist sehr einfach, Freunde zu finden und Kontakte zu knüpfen. Das Wetter ist natürlich sehr positiv hier und wirkt sich auch sehr auf das Gemüt der Leute aus. Das Leben findet hier das ganze Jahr über draussen statt und die Sonne scheint fast jeden Tag. Bis jetzt habe ich noch keine nennenswerte negative Erfahrung gemacht, denn jede Erfahrung wirkt sich früher oder später positiv aus.

Wie unterscheidet sich das Alltagsleben zu dem im Burgenland?
Der Alltag ist sehr unterschiedlich. Frühstück gibt es gegen 9 Uhr, um 11 gibt es ein zweites Frühstück. Mittagessen gibt es um 15 Uhr, eine Jause gibt es dann um 18 Uhr und um 21 Uhr gibt es dann Abendessen. Die Arbeitszeiten sind diesem Rhythmus angepasst. Das bedeutet, man beginnt später zu arbeiten, arbeitet aber auch länger. Prinzipiell ist auch alles etwas langsamer und chaotischer hier. Supermärkte haben immer geöffnet und es ist immer etwas los. Auch sonntags sind die Straßen voll mit Menschen.

Gab es bestimmte Dinge, auf die du dich besonders einstellen musstest?
Ich denke das schwierigste ist die Sprachbarriere und natürlich einige Verhaltensweisen, die ich nicht kannte. Der Großteil hier spricht aber auch englisch und es gibt sehr viele deutschsprachige Menschen. Sobald man ein bisschen spanisch kann, läuft alles von alleine. Die Menschen in Barcelona sind sehr offen gegenüber Ausländern und freuen sich, wenn jemand spanisch spricht, sind aber auch genauso freundlich, wenn man eine andere Sprache spricht. Ansonsten war es sehr leicht mich anzupassen. Mit der Zeit kommt alles von alleine.

Gibt es etwas, das du in Barcelona vermisst?
Anfangs hatte ich viele Dinge, die ich vermisste. Nach einigen Monaten legt sich dies aber und reduziert sich auf das wesentliche, nämlich Familie und Freunde. Das ist bis heute so und ich vermisse sie sehr.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus? 
Das ist eine schwierige Frage. Ich habe keine Ahnung, wie es weitergehen wird. Ich kann mir gut vorstellen, in eine andere Stadt oder in ein anderes Land weiter zu ziehen, eventuell auch ausserhalb Europas. Aber ich kann mir auch sehr gut vorstellen, nach Österreich zurück zu ziehen und Familie und Freunde dort zu genießen. Derzeit möchte ich auf jeden Fall in Barcelona bleiben und noch viele weitere Abenteuer erleben.

Autor:

Franz Tscheinig aus Eisenstadt

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