Fix: Hornstein bekommt ein Gesundheitszentrum

Am Areal der einstigen Bandfabrik soll das Gesundheits- und Pflegekompetenzzentrum Hornstein bis 2020 errichtet werden.
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HORNSTEIN (ft). Was die Spatzen schon länger von den Dächern pfeifen, wurde Donnerstagmittag im Hornsteiner Rathaus den Medien präsentiert: Hornstein bekommt ein Gesundheits- und Pflegekompetenzzentrum. Errichtet werden soll es am Areal der einstigen Bandfabrik. Die Fertigstellung eines ersten Bauabschnittes ist bis 2020 angesetzt.

Alles unter einem Dach

Umfassen soll das als "Primary Health Care Unit" bezeichnete Zentrum Allgemeinmediziner und Fachärzte sowie pflegerische Leistungen und Angebote zur Gesundheitsförderung. Geplant seien außerdem die Implementierung einer Apotheke sowie der Bau von vorläufig zehn betreuten Seniorenwohnungen, wie Ortschefin Judith Pratl (SPÖ) gemeinsam mit LR Norbert Darabos (SPÖ) und Alfred Kollar von der OSG (dem Bauträger) bei der Pressekonferenz verkündeten.

"Erleichterung für Berufstätige"

Der Zweck des Zentrums: "Gebündelt an einem Ort werden die Bürger von Hornstein und Umgebung verschiedenste medizinische Angebote nutzen können und dies zu deutlich erweiterten Öffnungszeiten, die besonders für berufstätige Menschen eine Erleichterung darstellen", so Pratl über das Projekt, das die Marktgemeinde in Zusammenarbeit mit dem Arbeiter Samariterbund und der OSG verwirklicht.

Kurze Wege, länger offen

"Es geht im Endeffekt um kurze Wege und längere Öffnungszeiten", fasst Darabos zusammen. Auch Kollar ist der Meinung: "Das Zentrum wird einzigartig im Burgenland und dabei eine umfassende Betreuung bieten." Dies habe er bei zwei vergleichbaren Pilotprojekten in Enns und Haslach (OÖ) gesehen: "Ärzte und viele andere Vertreter von Gesundheitsberufen arbeiten dort Hand in Hand unter einem Dach, eine hohe Akzeptanz der Bevölkerung bestätigt das Konzept."

Trotzdem Kritik vorhanden

Trotz der versprühten Euphorie im Hornsteiner Rathaus, wird der Bau derartiger Gesundheitszentren nicht von allen goutiert. Seit Monaten wird seitens vieler Ärzte in Österreich Kritik geäußert: Demnach sehe sich so mancher Hausarzt durch die Schaffung jener Zentren in seiner Existenz gefährdet. Dazu bekräftigte die Ärztekammer die Befürchtung, die Zentren würden Großkonzerne anlocken, die darin wiederum reine Geldmaschinen sehen würden.

"Ist nicht der Fall"

Beide Kritikpunkte sehe Darabos nicht gegeben: "Konzern-Übernahmen werden nicht stattfinden. Und wir wollen auch keinen Arzt in seiner Tatkraft einschränken. Im Endeffekt soll das Zentrum auch der Work-Life-Balance der Ärzte Rechnung tragen."

"Versorgung absichern"

Ähnlich sieht es Pratl, nachdem sie von den Bezirksblättern auf die vom Hornsteiner Hausarzt Dr. Reisner geäußerten Bedenken angesprochen wurde: "Wir haben derzeit zwei Ärzte in Hornstein, die in einigen Jahren in Pension gehen werden und wir müssen schauen, dass die medizinische Versorgung dann abgesichert ist. Mir ist bekannt, dass Dr. Reisner nicht sehr begeistert von diesem Projekt ist, aber ich hoffe, dass wir ihn noch mit ins Boot holen können."

Am Areal der einstigen Bandfabrik soll das Gesundheits- und Pflegekompetenzzentrum Hornstein bis 2020 errichtet werden.
Bgm. Judith Pratl, LR Norbert Darabos (m.) und Alfred Kollar (l.) sehen im Gesundheits- und Pflegekompetenzzentrum die Zukunft der medizinischen Versorgung.
Autor:

Franz Tscheinig aus Eisenstadt

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