Frauenhaus im Vorjahr zu 70 Prozent ausgelastet

Ein Highlight im Vorjahr: Der Videodreh von "Gewalt tut weh" mit der Hilfe von 64 freiwilligen Helfern
  • Ein Highlight im Vorjahr: Der Videodreh von "Gewalt tut weh" mit der Hilfe von 64 freiwilligen Helfern
  • Foto: Frauenhaus Burgenland
  • hochgeladen von Franz Tscheinig

EISENSTADT. Das Frauenhaus Burgenland blickt äußerst positiv auf das vergangene Jahr zurück: 2016 sei ein sehr produktives sowie bewegtes Jahr gewesen, wie es in einer Aussendung der sozialen Einrichtung heißt. Grund dafür waren u.a. die hauseigene Produktion eines Videoclips, die Einrichtung der ersten burgenländischen Opferschutzgruppe im Eisenstädter Krankenhaus sowie eine Auslastung von 70 Prozent.

35 Frauen Schutz geboten

"Die Auslastung unseres Frauenhauses war mit über 70 Prozent eine sehr hohe", erklärt Isabel Bernhardt vom Frauenhaus. "Wir betreuten 35 Frauen mit ihren Kindern und Jugendlichen und gaben ihnen Schutz und Unterkunft, sowie eine fundierte Beratung und Stabilisierung."

Gartenfläche zugekauft

Den betreuten Frauen konnte außerdem zusätzlicher Platz geboten werden: "Wir haben eine große finanzielle Unterstützung von einer wohltätigen Stiftung bekommen. So konnten wir etwas Gartenfläche zukaufen und für unsere jüngsten HausbewohnerInnen mit Spielgeräten ausstatten."

Videoclip als Highlight

In der Teamarbeit wurde der Schwerpunkt auf die Öffentlichkeitsarbeit gesetzt, wodurch u.a. auch die hauseigene Produktion des Videoclips "Gewalt tut weh" ermöglicht wurde: Insgesamt 64 freiwillige Helfer konnten dafür begeistert werden. Das Video wurde im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt“ im Fernsehen ausgestrahlt und fand auch in den sozialen Medien großen Anklang.

Jede fünfte Frau betroffen

Im Videoclip wurde aufgezeigt, dass in Österreich nach wie vor jede fünfte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen ist.
Das Frauenhaus möchte daher auch 2017 "ein erfolgreiches und kraftvolles Jahr im Kampf gegen häusliche Gewalt" führen.

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