Großprojekt Kleinhöfleiner Hauptstraße

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Im Rahmen eines Straßenfestes wurde am Sonntag, dem 28. Mai, das Ende der Sanierung der Kleinhöfleiner Hauptstraße offiziell gefeiert. Den Beginn nahm das Großprojekt bereits im Jahr 2014 mit den Arbeiten am Kanal. Heuer wurde die Straßenraumgestaltung fertig gestellt.

Die Neugestaltung der Kleinhöfleiner Hauptstraße inklusive der Johann Kodatsch-Straße auf einer Gesamtlänge von rund 1,2 Kilometer stellt wohl das größte Straßenbauprojekt der vergangenen Jahre dar und wurde im Zuge des „Masterplan Kleinhöflein“ umgesetzt. Dieser wurde 2012 ins Leben gerufen, um den Hochwasserschutz garantieren zu können und gleichzeitig den Straßenraum in der Kleinhöfleiner Hauptstraße neu zu gestalten sowie ein Verkehrskonzept im westlichen Stadtbezirk der Landeshauptstadt zu entwickeln.

„Mit den Arbeiten am Kanal wurde bereits 2014 begonnen, mit der Fertigstellung der Straßenraumgestaltung kann dieses Großprojekt nun abgeschlossen werden“, freut sich Bürgermeister Thomas Steiner.

Kanal: Schutz vor Hochwasser

Die komplette Sanierung des Kanalsystems in der Kleinhöfleiner Hauptstraße sowie den einmündenden Straßen und Gassen war der Schwerpunkt des ersten Abschnitts. Die Gesamtlänge des Kanals beträgt rund 1,5 Kilometer, sein Durchmesser reicht von 300 Millimeter bis zu einem Meter Das bestehende Mischwassersystem wurde in ein Trennsystem abgeändert, die Regenwässer der Anrainer und die Oberflächenwässer des öffentlichen Gutes wurden zusammengefasst. Die Schmutzwässer der Anrainer werden im neu errichteten Speicherkanal (der alte war bereits porös und zu klein geworden) rückgehalten und verspätet weitergeben.

Straßenbau: 1,2 Kilometer neugebaut

Von April 2016 bis zum diesjährigen April wurden die Straßenbauarbeiten in Kleinhöflein erledigt. Die gesamte Kleinhöfleiner Hauptstraße und die Johann Kodatsch-Straße wurden umgebaut und zum Teil neugestaltet. Für den Winzerkirtag wurde ebenfalls eine völlig neue Infrastruktur hergestellt.

Die Highlights: Das Gelände um den Winzerkirtag wird ein begrünter, verkehrsberuhigter Platz mit Niveauanhebung der Fahrbahn. Im Bereich vor dem Martinshof und der Feuerwehr kommt es ebenfalls zu einer Niveauanhebung der Fahrbahn. In der südlichen Einfahrt in die Hauptstraße soll mit einer Bodenschwelle und Fahrbahnverengungen Autofahrern signalisiert werden, dass sie in eine verkehrsberuhigte 30er-Zone fahren.

Über 5.200 Quadratmeter Grünflächen wurden neu errichtet und bepflanzt. Rund 11.000 Quadratmeter Fahrbahn, 3.500 Quadratmeter Gehsteige und über vier Kilometer Randleisten wurden verbaut.

„Wie auch beim Kanalbauprojekt wurden Gestaltung als auch Bepflanzung im Rahmen eines breiten Bürgerbeteiligungsverfahrens innerhalb der Dorfgemeinschaft besprochen und abgestimmt. Die Anliegen und Bedürfnisse der Anrainer standen dabei im Vordergrund“, erläutert Stadtbezirksvorsteher Josef Weidinger.

Verkehrsplanung, Grün- und Freiraumkonzept

Dem Umbau der Hauptstraße gingen umfassende Verkehrsuntersuchungen und –analysen voraus, welche die Planungsgrundlage für funktionale Auslegung und Gestaltung des Straßenraums bildeten. Die Kleinhöfleiner Hauptstraße sollte jedoch nicht nur eine reine Verkehrsfläche sein, sondern auch ein Wohlfühlort für die Bewohner des Stadtbezirks sein.

Dabei spielen Landschaftsarchitektur und eine großzügige Grünraumgestaltung eine maßgebliche Rolle. Neben der Alltagstauglichkeit des Straßenraums war auch die Eignung für den Winzerkirtag eine zentrale Anforderung an die Planung.

Die Gesamtkosten für das Großprojekt belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro, wovon 2,5 Millionen in die Errichtung des neuen Kanals flossen.

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