Jay Bow: Musiker mit Atomenergie

  • Foto: Memories and Emotions Photography by Thomas Schmid
  • hochgeladen von Hannes Gsellmann

GROßHÖFLEIN/WULKAPRODERSDORF. „Zu Beginn gibt es oft Hemmungen, da ist man vorsichtig. Aber wir spürten diese Energie vom ersten Song, von der ersten Note, die wir gemeinsam spielten“, erzählt Ivan Boskic, Lead Gitarrist von Jay Bow vom Start der Band. Dieser war vor mittlerweile vier Jahren. Geändert hat sich wenig. „Diese Power bringen wir auch heute noch auf die Bühne, egal ob vor zwei oder vor 2.000 Menschen.“

Planet Festival Tour

Mit dieser Energie, gepaart mit Power Rock von Progressive bis Pop, von Blues bis Metall, wurden unlängst auch die Juroren der Planet Festival Tour überzeugt und brachte Jay Bow dort den Sieg. Keine Kleinigkeit, denn die Planet Festival Tour reklamiert für sich selbst immerhin, der beste Bandcontest Österreichs zu sein. Rund 200 Acts aus ganz Österreich spielten sich auf der Tour durch diverse Vorrunden, Jay Bow trat schlussendlich als Sieger hervor.

Funke ist übergesprungen

Die Teilnahme am Contest beschreibt Sänger Dubravko Laco aus Großhöflein eher als Zufall: „Wir dachten, es wäre ein guter Start, um unsere eigenen Songs zu präsentieren, denn diese spielen wir erst seit etwa einem Jahr. Nachdem wir die Vorrunde gewonnen haben und uns als einziger Semifinalist mit Siegen in Publikums- und Jurywertung durchsetzten war klar, im Finale wollen wir das Maximum rausholen!“
Im Finale hat dann vieles nicht funktioniert: „Mein Verstärker war defekt, der Sound auf der Bühne war schrecklich“, beschreibt Laco den finalen Auftritt im Gasometer. „Doch unsere Energie dürfte auf das Publikum übergesprungen sein.“

Vierkerniger Atomreaktor

Nach dem Sieg und anfänglicher Euphorie ist die Band nun wieder am Boden der Tatsachen angelangt. „Es war eine schöne Reise, aber jetzt gilt es, noch härter zu arbeiten. Natürlich freuen wir uns über den Sieg, davon können wir uns aber nicht viel kaufen.“
Die Tour brachte der Band zwar etwas Geld und einige gute Gigs, aber weitergeholfen hat sie vor allem in einen Punkt: „Wir sind als Musiker enger zusammengerückt, sind jetzt eine richtige Band – diese Grundlage hätten wir sonst nicht. Jay Bow ist ein vierkerniger Atomreaktor. Wenn ein Kern fehlt, wird er instabil“, bringt es Laco auf den Punkt.

Musikalische Heimat

Ein österreichischer Atomreaktor mit bosnischen Wurzeln. „Dass wir alle aus Bosnien stammen ist jedoch Zufall, war nie unsere Intention“, erklärt Boskic. Ihre Basis wollen sie nun im Burgenland aufbauen, sind derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Proberaum im Bezirk.

Live und bald auf CD

Zu hören gibt es die Songs, die einerseits sozial kritisch, beinahe politisch, jedoch auch von Liebe und Freude am Sein handeln, demnächst öfters. Zum Beispiel in Klingenbach am 17. Juni, am Donauinselfest die Woche darauf oder am 13. Juli unplugged im Henrici in Eisenstadt.
Auf Jay Bow von der CD müssen sich die Fans noch etwas gedulden. „Wir hoffen darauf, unser Erstlingswerk Ende des Jahres zu veröffentlichen. Aber zum Reinhören gibt's unsere Songs gratis auf unserer Website jaybow.band“, erklärt Boskic.

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