Vandalismus
Kreuzweg in Purbach wurde zerstört

Die Heiligenfiguren und Holzbilder wurden heruntergerissen, die Tafeln verdreht
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  • Die Heiligenfiguren und Holzbilder wurden heruntergerissen, die Tafeln verdreht
  • hochgeladen von Eduard Wimmer

Am Wochenende haben unbekannte Täter am Kreuzweg in Purbach holzgeschnitzte Reliefbilder und Heiligenstatuen abgerissen, Hinweistafeln verbogen und Bänke umgeworfen.

PURBACH. Im Mai 2015 installierte Holzschnitzer Wilhelm Höllisch gemeinsam mit dem Verein "Freude des Mariahilfer Kreuzes" einen Kreuzweg mit 18 Stationen entlang des Hohlweges in Purbach. Liebevoll schnitzte der Purbacher Künstler Figuren und Holztafeln, die den Leidensweg Jesu inklusive seiner Vorgeschichte erzählen. „Seit Beginn an wurde der Weg immer wieder beschädigt. Dies habe ich stillschweigend hingenommen und die Tafeln repariert. Jedoch war der Schaden noch nie so groß wie jetzt", berichtet Höllisch schockiert. Figuren und die geschnitzten Holztafeln wurden heruntergerissen und auf das Nachbargrundstück geworfen. Die Beschriftungstafeln wurden verbogen, Steine und Äste in den Kreuzweg geschmissen.

Erheblicher Schaden

„Ich konnte die Reliefbilder wieder reparieren. Bei jeder Station ist unten ein Text von dem damaligen Priester Valentin Zsifkovits verfasst worden. Nachdem alle Tafeln verbogen wurden, musste ich diese abmontieren und reparieren, auch die Sitzbänke sind aus der Verankerung gerissen worden. Dies ist alles mit Kosten verbunden", schildert Höllisch weiter, der geschockt ist von der Zerstörungswut: „Selbst eine Figur, die acht Zentimeter im Boden mit Beton verankert war, ist herausgerissen worden."

Die Historie der Kapelle Mariahilferkreuz

Der Kreuzweg führt zu der Kapelle Mariahilferkreuz. Diese wurde im 19. Jahrhundert errichtet: „Nach der Weinlese war ein Winzer mit seiner schwangeren Frau mit einer Pferdekutsche unterwegs. Das Paar geriet am Weg in ein Gewitter. Aufgrund eines Donners schreckten sich die Pferde und gingen durch. Der Kutscher wurde eingeklemmt und rief Maria zur Hilfe. Nachdem die Familie den Sturm unverletzt überlebte, baute der Winzer zum Dank die Kapelle Mariahilferkreuz", berichtet Höllisch.

Der Verein

Der Verein "Freude des Mariahilfer Kreuzes", der sich durch Spenden finanziert, hat sich zur Aufgabe gemacht den Weg und die Kapelle zu pflegen. Nicht nur der Vandalismus, sondern auch starke Regenfälle machten dem Verein zu schaffen. „Bei starken Regenfällen lief das Wasser durch den Hohlweg, der durch einen Kalkfelsen führt. Mittlerweile haben wir das Wasser mit Rücksicht auf die natürliche Umgebung umgeleitet. Seitdem hatten wir noch keinen Schaden aufgrund des Regens. Jetzt versucht sich Höllisch auch gegen die Verwüstung durch Menschenhand zu Wehr zu setzten und erstattete bei der Polizei Anzeige.

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