Müllendorf: Gisela Tiefenbrunner präsentierte ihr Buch und hofft damit, anderen zu helfen

Gisela Tiefenbrunner stellte ihr Buch in Müllendorf vor.
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  • Foto: Gisela Tiefenbrunner
  • hochgeladen von Franz Tscheinig

MÜLLENDORF (ft). Gisela Tiefenbrunner aus Müllendorf wurde im Vorjahr Opfer einer Betrügerin. Das Buch, das sie darüber schrieb, stellte sie nun in Müllendorf der Öffentlichkeit vor.

Erfahrungen im Buch verarbeitet

In ihrem Buch "Ohne Identität – nach einer wahren Begebenheit" verarbeitet die Müllendorferin ihre Erfahrungen mit einer Frau aus Wien, die sie psychisch unter Druck gesetzt und dadurch um rund 3.000 betrogen hatte. "Damit möchte ich vor allem zeigen, woran man Betrüger erkennt und offenlegen, mit welchen Tricks sie arbeiten. Meine Botschaft richtet sich insbesondere an Menschen, die wie ich vom Land kommen und in eine Stadt ziehen, jedoch auf die großen Unterschiede nicht vorbereitet sind." Außerdem wolle sie den Leser für das Thema der emotionalen Erpressung sensibilisieren. "Dazu schildere auch auf Basis meiner eigenen Erfahrung, was es für das Opfer bedeutet, schamlos ausgenutzt zu werden."

"Reaktionen teilweise verletzend"

Teifenbrunner richte sich zudem an Opfer psychischer Gewalt: "In meinem Fall war es so, dass ich die Reaktionen meiner Mitmenschen teilweise als ziemlich verletzend empfand. Man hatte mich einfach abgestempelt: Ich hätte ein zu großes Herz und wäre zudem fürchterlich naiv. Sie taten als wäre ich die einzige, die auf derartigen Betrug hereinfallen würde."

"Will anderen Menschen helfen"

Sie wolle Opfern und Angehörigen sagen, dass so etwas weder mit einem großen Herz noch mit Naivität oder Leichtsinn zu tun habe. "Niemand würde einem Fremden einfach so mehr als die Hälfte seines Ersparten geben, wenn er nicht vorher psychisch gebrochen worden wäre. Viele meiner Bekannten begannen erst zu verstehen, nachdem sie das Buch gelesen hatten." Sie hoffe nun, anderen Menschen helfen zu können, indem sie ihre Geschichte öffentlich macht.

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