Gabriele Farnleitner-Bischof klärt auf
Putzen nur mit Wasser – geht das?

Gabriele Farnleitner-Bischof beschäftigt sich nicht nur mit dem Thema Umweltschutz, sie ist auch leidenschaftliche Musikerin.
  • Gabriele Farnleitner-Bischof beschäftigt sich nicht nur mit dem Thema Umweltschutz, sie ist auch leidenschaftliche Musikerin.
  • Foto: Enjo, sssales GmbH
  • hochgeladen von Angelika Illedits

Gabriele Farnleitner-Bischof aus Wimpassing beschäftigt sich mit mit einem Thema, dass den meisten Menschen eher ein notwendiges Laster ist: Putzen! Im Interview mit den Bezirksblättern erklärt sie, wie Putzen nur mit Wasser funktioniert und warum das so viel umweltfreundlicher ist, wie mit herkömmlichen Putzmitteln.

BEZIRKSBLÄTTER: Warum beschäftigen Sie sich mit dem Thema "umweltfreundliches putzen"?
FARNLEITNER-BISCHOF: Es ist erwiesen, dass eine Vielzahl an Reinigungsmitteln mehr Schaden verursachen, als sie nützen. Sie sind ein Cocktails von oberflächenaktiven Substanzen, die über das Abwassersystem zunächst in die Kläranlage kommen, aber bis dahin nicht abgebaute Reste kommen in die Umwelt. Außerdem hüllen wir uns im Haushalt mit Duftstoffen, Alkoholen und sonstigen flüchtigen Substanzen ein, die unsere Gesundheit in Mitleidenschaft bringen.

Haben Sie dafür ein Beispiel parat?
Es kann nicht gesund sein – und ist es auch nicht! – wen ich biem Fenster putzen die Aerosole, die beim Besprühen der Fenster entstehen, einatme. Oder nehmen wir das Beispiel WC-Reinigung: Wie kann es sein, dass chlorhaltige Reinigungsmittel einfach in großen Mengen in den Kanal und somit in das bereits erwähnte Abwasser- und Kläranlagesystem gelangen? So erklären sich auch die steigenden Allergiezahlen bei Kindern und auch bei uns Erwachsenen von selbst: Es ist der übertriebene Hygienewahn! Dutzende Beispiele könnten noch benannt werden. Wo bleibt jedweder Gedanke an eine gesunde Umwelt?

Seit wann beschäftigen Sie sich mit Umweltthemen?
Meine Prägung für Umweltbewusstsein habe ich bereits in meinem Elternhaus erfahren. Musikalisch, sportlich und in den 60er Jahren bereits nachhaltig und umweltbewusst eingestellt, haben meine Eltern und Großeltern mir den Weg in die Natur, zum Sport und zur Musik gewiesen. Den endgültigen Schritt zum ökologischen und umweltbewussten Denken erfolgte mit der Geburt meiner beiden mittlerweile erwachsenen Söhne, die voller Freude das "Putzkastl" entleert und als Experimentierfeld benutzt haben. Ich will gar nicht wissen, wie viele Putzmittelreste sich auf Kinderhaut befinden, nachdem Toiletten und Bäder peinlich genau mit herkömmlichen Putzmitteln gereinigt wurden.

Wie funktioniert das Putzen ohne Chemie überhaupt?
Nichts ist einfacher als das: Ich verwende einfach kaltes Wasser aus der Sprühflasche für die zu reinigende Oberfläche und spezielle Putztücher. Bei der Reinigung wird der Schmutz zuerst porentief gelöst, anschließend von der Faser aufgenommen und dann so lange festgehalten, bis er wieder – jetzt aber mit warmen Wasser – ausgewaschen wird. Auch die Böden sind im Handumdrehen perfekt gereinigt und der Wohnbereich staub- und schmutzfrei. Es ist auch neben Kindern jederzeit möglich, den Haushalt zu reinigen, denn jede Gefahr ist gebannt. Das ist genial und spart auch noch Zeit!

Haben Sie einen Tipp, wie die Putz-Routine einen Schritt umweltfreundlicher gestaltet werden kann und der sich leicht in den Alltag integrieren lässt?
Was ist leichter, als eine Sprühflasche mit Wasser und die passenden Tücher zur Hand zu nehmen, loszulegen und ruckzuck fertig zu sein? Gerne berate ich im Rahmen eines Workshops, einer Einzelberatung persönlich oder online, wie der Haushalt chemie- und putzmittelfrei zu bekommen ist. 

Wohin kann man sich für eine Beratung und noch mehr Tipps zum Thema wenden?
Es gibt mehrere Möglichkeiten: An mich persönlich, telefonisch oder per E-Mail oder auf der offiziellen Webseite von ENJO Ost, wo unter anderem interessante Informationen zur putzmittelfreien Reinigung zu finden sind.

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