Ein Mahnmal für Frauenmorde
"Rote Bank" in Eisenstadt aufgestellt

La Panchina Rossa: Sozialarbeiterin Iga Zakrzewska, Diplomsozialarbeiterin Kerstin Bedenik, Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf und Karina Ringhofer, Referatsleiterin des Referates Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung
  • La Panchina Rossa: Sozialarbeiterin Iga Zakrzewska, Diplomsozialarbeiterin Kerstin Bedenik, Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf und Karina Ringhofer, Referatsleiterin des Referates Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung
  • Foto: Landesmedienservice Burgenland
  • hochgeladen von Angelika Illedits

Das Frauenhaus Burgenland hat in Zusammenarbeit mit dem Land Burgenland eine rote Bank, "la Panchina Rossa" in Eisenstadt aufgestellt. Diese soll Passanten auf das Thema der häuslichen Gewalt aufmerksam machen.

EISENSTADT. Am 25. November ist "Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen". Von diesem Tag bis zum 10. Dezember, dem "Internationalen Tag der Menschenrechte", machen an 16 Tagen verschiedene Aktionen Fraueneinrichtungen mit verschiedenen Aktivitäten auf Gewalt an Frauen aufmerksam. 

"La Panchina Rossa"

Die "Rote Bank" soll Passanten für das Thema der Häuslichen Gewalt sensibilisieren. Die Idee dafür kommt aus Italien, 2016 wurde sie dort erstmals von Kunststudenten umgesetzt. Daher kommt auch der italienische Begriff "La Panchina Rossa" dafür. "Die Rote Bank soll ein Mahnmal dafür sein, dass nach wie vor viel zu viele Frauen dem Femizid zum Opfer fallen, viel zu viele Frauen Jahr für Jahr durch die Hand ihres Ehemannes, Partners oder Exmannes zu Tode gebracht werden", erklärt die Klinische- und Gesundheitspsychologin Isabel Bernhardt. "Die rote Farbe der Bank symbolisiert das Blut, dass bei Gewalttaten an Frauen vergossen wird."

Heuer bereits 28 Morde an Frauen

Alleine heuer wurden in Österreich bereits 28 Frauen von ihrem Ehemann, Partner oder Expartner ermordet. "All diese Morde wären zu verhindern gewesen. Morde an Frauen passieren selten von einem Tag auf den anderen – meist gibt es eine lange Vorgeschichte von Angriffen, Bedrohungen und Attacken und auch die Täter sind meist amtsbekannt und weisen eine polizeiliche Vorgeschichte auf", so Alexandra Hentschel, vom Frauenhaus.

Gewalt im Lockdown angestiegen

Bereits infolge des ersten Lockdowns haben sich die Anfragen in den Frauenberatungsstellen gehäuft. "Häusliche Gewalt findet nie isoliert, sondern immer innerhalb des Familienlebens statt. Viele Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, sind auch Mütter. Gewalt gegen Frauen hat immer Auswirkungen auf deren Kinder", erklärt die Kinder- und Jugendpsychologin Julia Pauschenwein. "Kinder und Jugendliche sind immer mitbetroffen, selbst wenn sie der Gewalt nicht direkt ausgesetzt sind."

"Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie steigt neben existenziellen und wirtschaftlichen Ängsten auch die Gefahr der häuslichen Gewalt stark an. Deshalb steht in diesem Jahr diese Initiative noch stärker im Mittelpunkt und deshalb ist es gerade jetzt wichtiger denn je, verstärkt auf das Thema Gewaltschutz aufmerksam zu machen, so Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf zu den "16 Tagen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen".

Frauenberatungsstellen auch im Lockdown erreichbar

Für Frauen die Hilfe benötigen, gibt es in jedem Bezirk eine Frauenberatungsstelle, die auch im Lockdown besetzt und immer erreichbar ist.
Im Bezirk Eisenstadt und Mattersburg steht die Frauenservicestelle "Die Tür" zur Verfügung. Kontakt und weitere Informationen unter frauenservicestelle.org

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