Schutzmaßnahmen
So reagieren Gemeinden im Nordburgenland auf die extreme Hitze
- Am Mittwoch können die Temperaturen im Burgenland bis zu 39 Grad erreichen.
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Bis Mittwochmitternacht gilt im Nordburgenland die höchste Hitzewarnstufe. Die extrem hohen Temperaturen sorgen derzeit für eine erhöhte Hitzebelastung. Auch die nordburgenländischen Gemeinden trotzen der Hitze und versuchen mit den unterschiedlichsten Maßnahmen die Bürgerinnen und Bürger sowie die Mitarbeiter zu schützen.
NORDBURGENLAND. In Parndorf (Bezirk Neusiedl am See) bittet die Gemeinde um Unterstützung beim Gießen der Bäume und Sträucher. "Es geht nicht darum, dass wir nicht wollen, es geht darum, dass wir es nicht schaffen", erklärte Wolfgang Kovacs, Bürgermeister von Parndorf. Die Mitarbeiter des Bauhofes seien bemüht, so viele Pflanzen wie möglich zu versorgen, doch jetzt zähle jede Hilfe. "Schon ein paar Liter helfen enorm und können darüber entscheiden, ob ein Baum die Hitze übersteht", steht im Facebook-Posting der Gemeinde.
Veränderte Arbeitszeiten am Bauhof
Zum Schutz der Mitarbeiter gibt es am Bauhof in der Gemeinde Hornstein (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) veränderte Arbeitszeiten. Die sieben Mitarbeiter beginnen schon in den frühen Morgenstunden ihre Arbeit, damit sie tagsüber weniger der Hitze ausgesetzt werden. Derzeit werden hauptsächlich Gießarbeiten in der rund 3.300-Einwohner Gemeinde durchgeführt.
- Die Gemeine Parndorf bittet um Unterstützung beim Gießen der Bäume und Sträuche in der Ortschaft.
- Foto: Gemeinde Parndorf
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Aufgrund der extremen Temperaturen bleibt außerdem die Abfallsammelstelle in Siegendorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) am Mittwoch, dem 5. August geschlossen. Auch die Alt- und Problemstoffsammelstelle in Mörbisch hat für den Mittwoch, den 5. August eine verkürzte Öffnungszeit von 13 bis 14:30 Uhr eingeführt. Diese Maßnahme soll laut der Gemeinde zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter dienen. Beide Gemeinden bitten um Verständnis und empfehlen die Anlieferung sowie die Entsorgung auf einen kühleren Tag zu verschieben.
Abkühlung und gratis Sonnencreme in Eisenstadt
In der Landeshauptstadt steht seit 2023 ein Cooling Center im Rathaus zur Verfügung. Der klimatisierte Raum soll zur Abkühlung an den heißen Tagen dienen. Außerdem wurden Sprühnebellanzen in der Fußgängerzone sowie kostenlose Sonnencremespender an Spiel- und Sportplätzen eingerichtet. Laut der Stadtgemeinde wurde die Anzahl der öffentlichen Trinkwasserspender im Stadtgebiet in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Derzeit werden Hitzemessungen durchgeführt, um die bestehenden Maßnahmen gezielt weiterentwickeln zu können.
- Bürgermeister Thomas Steiner mit GD-Stv. Eva Fugger von der Raiffeisenlandesbank Burgenland und Philipp Novakovits von der Forschung Burgenland bei einer der zwei Sprühnebel-Anlagen in der Eisenstädter Fußgängerzone.
- Foto: Stadtgemeinde
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Schutz vor UV-Strahlung
Viele der Gemeinden, so auch die Gemeinde Wiesen (Bezirk Mattersburg) und Pöttelsdorf (Bezirk Mattersburg) verweisen auf die Sicherheitstipps des Bevölkerungsschutzes Burgenland zum Thema UV-Schutz. Dabei wird unter anderem darauf hingewiesen, die Mittagssonne nach Möglichkeit zwischen 11 Uhr und 16 Uhr zu meiden, den Kopf mit einer Kappe sowie die Haut mittels Sonnenschutzmittel zu schützen, denn jeder einzelne Sonnenbrand erhöhe das Risiko für Hautkrebs. Darüber hinaus soll tagsüber ausreichend getrunken werden, um eine Dehydratation vorzubeugen.
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