"Rücktrittsreif"
SPÖ-Brief an Osliper nach "Skandal"-Plan

Robert Hergovich (SPÖ) hält das Vorpreschen von Oslips Bgm. Stefan Bubich (ÖVP) inklusive eigenen Plan für einen "Skandal".
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  • Robert Hergovich (SPÖ) hält das Vorpreschen von Oslips Bgm. Stefan Bubich (ÖVP) inklusive eigenen Plan für einen "Skandal".
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  • hochgeladen von Franz Tscheinig

OSLIP. Nachdem Oslips Bürgermeister Stefan Bubich (ÖVP) in der Vorwoche einen selbst aufbereiteten Plan veröffentlicht hat, der eine mögliche Umfahrung von St. Margarethen und Trausdorf zeigt (die Bezirksblätter berichteten), versendete die SPÖ nun einen Brief an alle Osliper Haushalte, in dem das Vorgehen des Landes in der Causa geschildert sowie das Vorpreschen von Bubich abermals scharf kritisiert wird. 

"Verunsicherung der Bevölkerung"

So sei bei der letzten gemeinsamen Sitzung mit Vertretern des Landes und den Bürgermeistern von Oslip, Trausdorf und St. Margarethen explizit vereinbart worden, "dass über Trassenvarianten nicht diskutiert wird, bevor nicht alle Fakten mit den Gemeinden diskutiert werden". Es sei daher umso eigenartiger, dass der ÖVP-Bürgermeister von Oslip "nun einen selbstgezeichneten Plan veröffentlicht und gleichzeitig gegen eine sinnvolle Verkehrslösung mobil macht, bevor es noch ein spruchreifes Konzept gibt." Diese Vorgangsweise entziehe sich jeglicher Logik und trage nicht zur konstruktiven Arbeit bei. "Sein gefälschter Plan und seine falschen Behauptungen tragen vielmehr zur Verunsicherung der Bevölkerung bei", heißt es in dem von Astrid Eisenkopf und Robert Hergovich unterzeichneten SPÖ-Brief. 
  

"Rücktrittsreif"

Hergovich bezeichnet das Vorpreschen von Bubich gegenüber den Bezirksblättern als "Skandal": "Ich bin seit 1997 in der Kommunalpolitik. Seither habe ich eine derartige unseriöse und unwürdige Vorgangsweise nicht erlebt. Verantwortungsvolle Politik sieht völlig anders aus. Da Bubich mit einem gefälschten Plan die eigene Ortsbevölkerung verunsichert und gegen einen von ihm selbst gezeichneten Plan unterschreiben lässt, ist er rücktrittsreif."  

"Ein Skandal erster Güte"

Bubich selbst reagierte auf den SPÖ-Brief mit einem eigenen Rundschreiben an die Osliper, in dem er sein Vorgehen verteidigt: "Fakt ist, dass bei der Besprechung am 8. April die von mir dargestellte Variante diskutiert wurde, und als Bürgermeister sehe ich es als meine Pflicht an, rechtzeitig zu informieren, was kommen könnte." Das Verhalten eines Bürgermeisters, der sich für die Interessen seiner Bürger einsetze, als unwürdig zu bezeichnen, sei "ein Skandal erster Güte". Bubich werde seine Bürger auch in Zukunft umfassend informieren. "Dabei lasse ich mich weder von SPÖ-Funktionären noch von anderen Personeneinschüchtern oder mundtot machen."

Robert Hergovich (SPÖ) hält das Vorpreschen von Oslips Bgm. Stefan Bubich (ÖVP) inklusive eigenen Plan für einen "Skandal".
Bgm. Bubich hat diesen selbst gezeichneten Plan veröffentlicht und sammelt nun Unterschriften, um eine mögliche Trassenführung zu verhindern.

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