Für zwei Drittel der Autofahrer gibt es kein Leben ohne Kfz

Burkhard Ernst (l.) und Felix Clary machen sich mit dem Forum Mobilität.Freiheit.Umwelt für die Interessen des automotiven Sektors stark.
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Weg vom Statussymbol: Der Zugang zum fahrbaren Untersatz wird pragmatischer. So lauten Ergebnisse einer Befragung, die das Gallup-Institut im Auftrag des neu gegründeten Forums Mobilität.Freiheit.Umwelt durchgeführt hat.

Ö (was). Für 79 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ist ihr Fahrzeug eine effiziente, individuelle und sichere Möglichkeit, sich von A nach B zu bewegen. Das ergab eine Studie, die das österreichische Gallup-Insitut im Auftrag des Forums Mobilität.Freiheit.Umwelt (MFU) durchführte. Titel der Studie: "Können Sie sich ein Leben ohne Auto vorstellen?"
Befragt wurden 1000 Personen, um ein valides Stimmungsbarometer zu erhalten.

Das Auto wird als Statussymbol immer unwichtiger

"Wenn bestimmte Organisationen sich eine autofrei Welt wünschen, wäre es ratsam, sich einmal as den innerstädtischen Bezirken Wiens hinaus zu bewegen und mit Pendlern oder der Landbevölkerung zu sprechen", rät Burkhard Ernst, Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels. "Besonders in Zeiten, in denen viele Kurzstrecken der Bahn oder Schnellbahn im ländlichen Raum aus dem Fahrplan genommen werden, sind die Menschen auf ein eigenes Kfz zwingend angewiesen."
55 Prozent aller Befragten und 65 der Befragten mit Führerschein können sich ein Leben ohne Auto überhaupt nicht vorstellen.

Als Statussymbol wird das Automobil immer unwichtiger, zugleich stellt es jedoch die wichtigste Form der Mobilität dar. Lediglich 16 Prozent der befragten Autofahrer sehen ihren fahrbaren Untersatz als „Statement der Persönlichkeit“.

„Der Weg vom klassischen Statussymbol hin zum praktischen Fortbewegungsmittel war ein schleichender in den vergangenen Jahren. Das beste Beispiel sind SUV, die längst keine Statussymbole mehr sind, sondern schlicht praktische Fahrzeuge“, so Felix Clary, Sprecher des Arbeitskreises der Automobilimporteure.

Emotionale Bedeutung des Autofahrens nimmt ab

70 Prozent der Befragten reihen Mobilität und Fortbewegung vorrangig, wenn es um Erwerb und Besitz eines eigenen Autos geht. An zweiter Stelle steht für 55 Prozent Freiheit und Unabhängigkeit. Komfort und Bequemlichkeit zählt für 52 Prozent der Befragten. Weniger wichtig sind Freude an der Technik und am Fahren (23 Prozent) sowie Sicherheit (19 Prozent).

"Seit einigen Jahren bemerken wir eine Entemotionalisierung des Pkw. Die Menschen haben zum Thema Auto und Fortbewegung einen pragmatischeren Zugang entwickelt", so Ernst.

Grund dafür: Die Ausdrucksmöglichkeiten der Menschen als Individuen hätte sich verbreitert. "Ob Facebook-Statusmeldungen oder Blogs – die Möglichkeiten seine Persönlichkeit öffentlich zu präsentieren, Privates öffentlich zu machen, sind enorm", so Ernst.

"Ob Österreichs Volkssport Schifahren oder Ausflüge mit der Familie: Ohne Auto kein Hinkommen und ohne Hinkommen keine Geschichte, die ich darüber in sozialen Netzwerken erzählen kann", erklärt Clary.

ZUR SACHE:

Das Forum Mobilität.Freiheit.Umwelt ist ein Zusammenschluss von Interessensvertretungen aus dem automotiven Sektor. Ziel ist eine aktive Mitgestaltung der Verkehrspolitik. Dazu zählt die Sicherstellung einer nachhaltigen gesellschaftspolitischen Akzeptanz für individuelle Mobilität.

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